30.01.2013, 12:13

Unglück Brandenburgerin will Hund aus Wasser retten und ertrinkt

Eine 58-Jährige ist offensichtlich beim Versuch, ihren Vierbeiner aus dem Eiswasser zu retten, im Havelkanal in Wustermark (Havelland) ertrunken.

Eine Hundebesitzerin ist offensichtlich beim Versuch, ihren Vierbeiner aus dem Eiswasser zu retten, im Havelkanal in Wustermark (Havelland) ertrunken. Die Leiche der 58-Jährigen wurde in der Nacht zu Mittwoch geborgen, teilte die Polizei mit. Die Ermittler schließen ein Verbrechen aus.

"Wir gehen von einem tragischen Unglück aus", sagte ein Sprecher. Darauf wiesen die gefundenen Spuren hin. Demnach ist wohl der etwa 30 Kilogramm schwere Mischlingshund auf die Eisfläche gesprungen und dabei eingebrochen. Die Frau versuchte ihn aus dem Wasser zu retten und verunglückte tödlich. Zeugen gibt es jedoch nicht.

Die Suchaktion ausgelöst hatte der Ehemann der Frau. Der 61-Jährige war kurz nach Mitternacht nach Hause gekommen und hatte seine Frau sowie die drei Hunde des Paares vermisst. Er suchte zunächst selbst den üblichen Spazierweg ab und stieß auf den Wagen der Frau sowie zwei der Hunde. Diese waren völlig durchnässt. Die Polizei fand dann am Ufer des Kanals persönliche Dinge seiner Frau. Auf der Eisfläche war zudem ein lebloser Tierkörper erkennbar.

Die Unglücksumstände sollen nun in einem sogenannten Todesermittlungsverfahren geklärt werden. Ob dafür auch die Leiche der Frau obduziert wird, war zunächst unklar. Dies sei eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft, hieß es.

(dpa/sei)
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