29.01.2013, 18:07

Brandenburg Warnstreiks bei Bus und Bahn angekündigt


Noch rollt der Verkehr in Brandenburg. Aber Lokführer und Busfahrer wollen streiken. „Punktuell und kurzfristig“, wie es hieß.

Foto: Patrick Pleul / picture-alliance / ZB

Die Beschäftigten in Brandenburg wollen streiken, um bei den Tarifverhandlungen Druck zu machen. Aktionen sollen kurzfristig erfolgen.

Wer in nächster Zeit in Brandenburg mit Bus und Bahn fahren will, muss sich auf Warnstreiks der Beschäftigten einstellen. Sie dienten dazu, in der laufenden Tarifrunde den Druck zu erhöhen, sagte Ver.di-Gewerkschaftssekretär Jens Gröger am Dienstag. Die Gewerkschaft fordert neben einer Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich eine Erhöhung der Entgelte um 6 Prozent.

In der Branche gibt es 15 Entgeltgruppen und sechs Entgeltstufen. Das Einstiegsgehalt eines Busfahrers liegt beispielsweise bei monatlich knapp 1700 Euro.

Dritte Verhandlungsrunde gescheitert

Die Warnstreiks werden laut Gröger punktuell und kurzfristig, aber nicht flächendeckend angesetzt. Die dritte Verhandlungsrunde für die bis zu 3500 Beschäftigten war am Montag gescheitert, weil die Arbeitgeber aus Gewerkschaftssicht kein verbessertes Angebot vorgelegt hatten. Beide Seiten wollen sich am 14. Februar wieder treffen. "Wir sind weit auseinander", bemerkte Gröger zum Stand der Verhandlungen.

Vom Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) Brandenburg war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

(dpa/seg)
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