18.01.2013, 10:47

Brandenburg Hintze-Entführer entlassen und nach Russland abgeschoben

Entführter Matthias Hintze

Foto: dpa

Entführter Matthias Hintze Foto: dpa

Im Herbst 1997 war Matthias Hintze in einem Erdloch im Wald qualvoll erstickt. Einer der beiden Täter kam nun vorzeitig aus der Haft.

Einer der beiden Entführer des Gastwirtsohns Matthias Hintze ist vorzeitig aus der Haft entlassen und nach Moskau abgeschoben worden.

Bereits am 10. Januar 2013 habe der 43-Jährige die Justizvollzugsanstalt Luckau-Duben verlassen und sei nach Russland ausgeflogen worden, meldet die "B.Z.". Im Oktober wäre der verurteilte Straftäter offiziell entlassen worden. Sein Mittäter sitzt weiter in Berlin seine Haftstrafe ab.

Die beiden Russen hatten im Herbst 1997 den 20-jährigen Hintze entführt. Der Soldat war nach einer gescheiterten Lösegelderpressung in einem Erdloch im Wald qualvoll erstickt. Im Juni 1999 wurden die beiden Männer vom Landgericht Potsdam zu 14 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

Im November 2001 bekamen die Männer wegen einer weiteren Entführung eine Gesamtstrafe von 15 Jahren. Das Berliner Landgericht sprach die damals 31 und 41 Jahre alten Männer schuldig, auch den Computerhändler Alexander Galius (50) verschleppt zu haben. Die Russen hatten dies bestritten.

Die zuständige Berliner Staatsanwaltschaft konnte sich am Donnerstagabend nicht zu dem Bericht äußern, das brandenburgischen Justizministerium war zunächst nicht erreichbar.

(dpa/sei)
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