26.11.12

Brandenburg

17-Jährige vermisst - mutmaßliche Mörder gefasst

Ein 15 Jahre zurückliegendes Tötungsverbrechen scheint aufgeklärt. Die Polizei nahm zwei Männer fest, die die 17-Jährige ermordet haben sollen.

Foto: dapd

Maike Thiel aus Leegebruch (Landkreis Oberhavel), wird seit dem 3. Juli 1997 vermisst. Das Mädchen war zum Zeitpunkt ihres Verschwindens hochschwanger. Nun scheint der Fall aufgeklärt
Maike Thiel aus Leegebruch (Landkreis Oberhavel), wird seit dem 3. Juli 1997 vermisst. Das Mädchen war zum Zeitpunkt ihres Verschwindens hochschwanger. Nun scheint der Fall aufgeklärt

Rund 15 Jahre nach dem Verschwinden einer hochschwangeren 17-Jährigen aus Leegebruch (Oberhavel) haben die Ermittler zwei Männer wegen Mordverdachts festgenommen.

Der heute 33 Jahre alte Ex-Freund der Jugendlichen – der mutmaßliche Vater des erwarteten Kindes – sowie ein 78-jähriger Mann sollen die junge Frau heimtückisch getötet haben. Das teilte die Staatsanwaltschaft Neuruppin am Montag mit.

Die Leiche der 17-jährigen Maike Thiel sei aber nach wie vor verschwunden. Die beiden verdächtigen Männer kamen am Montagnachmittag in Untersuchungshaft. Ein Richter verkündete die Haftbefehle.

Zuletzt in einem Krankenhaus gesehen

Im Juli 1997 war die Jugendliche aus der Gemeinde Leegebruch nach einer Schwangerschaftsuntersuchung im Krankenhaus Hennigsdorf zuletzt gesehen worden. Im Januar 2012 rollte die Polizei den Fall auch mit Hilfe der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" noch einmal auf. Dabei erhärtete sich aufgrund von Indizien der dringende Verdacht gegen die beiden Männer.

Weitere Angaben dazu wollte die Staatsanwaltschaft Neuruppin aus ermittlungstaktischen Gründen nicht machen. Die Polizei will nun vor allem die Leiche des Mädchens finden. Die beiden Festgenommenen hätten bislang kein Geständnis abgelegt, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Der 78 Jahre alte Verdächtige sei weder mit dem Opfer verwandt noch mit dem 33-Jährigen.

Der Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums, Rudi Sonntag, sagte: "Ein unaufgeklärter Fall lässt die Kriminalisten niemals los. Solche Fälle gehen an die Ehre der Kriminalisten. Das nagt an den Kollegen." Die Akten zu dem Fall seien nie wirklich geschlossen worden. Sonntag sprach davon, dass es keinen vergleichbaren Vermissten-Fall in Brandenburg gebe. Nach der Ausstrahlung von "Aktenzeichen XY...ungelöst" im Januar hatte die Polizei zudem neue Hinweise erhalten.

Bei der Suche nach der 17-Jährigen hatten die Eltern auch einen Privatdetektiv eingeschaltet. Der jetzt festgenommene Ex-Freund des Mädchens sei damals schon einmal in Verdacht geraten, hieß es zudem in Medienberichten.

Quelle: dpa/sei
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