12.11.2012, 16:15

Schließungen Brandenburgs Apotheker wollen Arbeit niederlegen

Foto: Philipp Guelland / dapd

Aktion gegen ein finanzielles „Sonderopfer“: Apotheker zwischen Elbe und Oder sollen am Mittwoch ihre Geschäfte ab 12 Uhr mittags schließen.

Brandenburgs Apotheker wollen sich gegen ein finanzielles "Sonderopfer" wehren und an diesem Mittwoch ihre Arbeit niederlegen. Wie der Apothekerverband Brandenburg am Montag in Potsdam mitteilte, sind alle Apotheker zwischen Elbe und Oder aufgefordert, ihre Ladengeschäfte ab 12 Uhr mittags zu schließen.

Die Apotheker fordern, der auf 2,05 Euro erhöhte Rabatt, den sie pro abgegebenem Medikament an die gesetzlichen Kassen abführten, soll auslaufen.

Am Mittwoch verhandeln die Apotheker mit den gesetzlichen Kassen über die Höhe des Rabatts. Für die Apotheker ist ein Rabatt von 1,75 Euro Verhandlungsgrundlage, wie vor der Einführung des "Sonderopfers" vor zwei Jahren.

"Bundesweit planen deshalb viele Apotheker Protestaktionen. Zu Schließungen soll es bislang nur in Brandenburg kommen", sagte der märkische Verbandssprecher Thomas Baumgart am Montag. Patienten sollen über Notdienste versorgt werden. In mehreren anderen Bundesländern starteten Apotheker am Montag eine Protest-Aktion mit Faxen. Die gesetzlichen Kassen sollen so mit schriftlichen Protestnoten überflutet werden, hieß es.

(dpa/bee)
Bleiben Sie informiert:
Die Berliner Morgenpost in sozialen Netzwerken.
Folgen Sie uns auf Twitter