Brandenburg
Filmregisseur Andreas Dresen wird nun Verfassungsrichter
Der 49-Jährige ist von allen Parteien im Brandenburger Landtag nominiert worden. Er hat allerdings keine juristische Ausbildung.
Der Wahl des Potsdamer Filmregisseurs Andreas Dresen zum Richter am brandenburgischen Verfassungsgericht steht nichts mehr im Wege. Der Hauptausschuss des Landtages schlug den 49-Jährigen am Mittwoch einstimmig als Kandidaten vor, wie Parlamentssprecherin Katrin Rautenberg mitteilte. Seine Wahl soll in der Sitzung am kommenden Mittwoch (14. November 2012) erfolgen.
Dresen ("Sommer vorm Balkon", "Wolke 9", "Halt auf freier Strecke") hatte sich am Dienstag den fünf Fraktionen vorgestellt und dabei einhellige Rückendeckung bekommen. In Brandenburg ist er besonders für seine beiden Dokumentarfilme über den CDU-Abgeordneten Henryk Wichmann bekannt. Er begründet sein Engagement unter anderem damit, sich ins demokratische Gemeinwesen einbringen zu wollen.
Dresen wäre in dem neunköpfigen Verfassungsgericht einer von drei möglichen Laienrichtern ohne juristische Ausbildung. Gemäß Verfassung muss ein Drittel des Gerichts aus Berufsrichtern bestehen. Ein weiteres Drittel muss die Befähigung zum Richteramt vorweisen oder Diplomjurist sein. Nach dem Willen des Verfassungsgebers sollte die Gesellschaft möglichst breit in dem Gremium vertreten sein.
Der Filmregisseur würde als Nachfolger des Verfassungsrichters Jes Möller nachrücken, der im August das Amt des Gerichtspräsidenten von dem in den Ruhestand getretenen Rüdiger Postier übernommen hatte. Das Vorschlagsrecht für die Neubesetzung hatte die Linksfraktion, die sich für Dresen entschied.


















