07.11.12

Blindgänger

Bombe bei Stahnsdorf musste gesprengt werden

Der 250 Kilo schwere Blindgänger konnte nicht entschärft werden. Damit dauerten die Sperrungen länger als geplant.

Foto: dapd

Sprengmeister Mike Schwitzke bei einem anderen Einsatz im Oktober 2012
Sprengmeister Mike Schwitzke bei einem anderen Einsatz im Oktober 2012

Eine Entschärfung der US-amerikanischen 250-Kilogramm-Bombe in einem Wald bei Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark) war nicht möglich. Das ergaben Untersuchungen der Experten. Damit musste der Blindgänger vor Ort gesprengt werden. Das gelang ohne Komplikationen gegen 14.30 Uhr.

Kurz danach sollten die gesperrten Straßen wieder freigegeben werden. Anwohner konnten in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren.

Die umliegenden Wohnungen und Häuser von etwa 200 Menschen in Kleinmachnow, Stahnsdorf und Berlin mussten am Vormittag geräumt werden. Der Sperrkreis hat einen Radius von etwa 900 Metern. Die Entschärfung war ab 12 Uhr angesetzt.

Außerdem wurde die Autobahn 115 gesperrt. Betroffen war stadteinwärts das Teilstück zwischen der Anschlussstelle Babelsberg und dem Kreuz Zehlendorf. Stadtauswärts war die Avus zwischen dem Dreieck Funkturm und Babelsberg dicht.

Der Verkehr staue sich in Berlin bereits ab dem Dreieck Funkturm, im Bereich Potsdam in Höhe der Anschlussstelle Babelsberg, sagte ein Sprecher der Polizei in Brandenburg/Havel.

Ursprünglich sollten die Sperrungen etwa zwei Stunden dauern, am Mittag war sie dann vorsorglich bis 16 Uhr verlängert worden. Damit verzögerte sich die Freigabe der Straßen.

Auch der Teltowkanal wurde gesperrt. Geräumt wurde auch ein am Kanal gelegener Campingplatz. Geschlossen bleiben sollte auch der Südwestkirchhof Stahnsdorf von 8 bis 14 Uhr.

Die Bombe liegt 2,50 Meter tief

Für 8 Uhr hatte Einsatzleiter Steffen Weickert aus Stahnsdorf alle Beteiligten zur ersten Lagebesprechung zusammengerufen. Es ist kein leichter Job für den 34-Jährigen aus der Verwaltung. Denn das Besondere ist: Der Blindgänger liegt zwar auf Stahnsdorfer Gebiet, abgeriegelt werden müssen aber auch Teile von Kleinmachnow, Potsdam und Berlin-Zehlendorf. Das erfordert einen hohen Organisationsaufwand.

Der Mann, auf den es vor allem ankommt, ist Sprengmeister Mike Schwitzke. Seit vier Jahren ist er beim Kampfmittelbeseitigungsdienst Brandenburg, hat bislang um die 50 Bomben unschädlich gemacht. "Diese Bombe ist schon eine Herausforderung. Denn sie hat zwei Zünder", hatte er am Morgen gesagt.

Der zuständige Förster hatte den Blindgänger entdeckt, nachdem Metallsammler ein Loch gegraben hatten. Die Bombe liegt 2,50 Meter tief. Im Vorfeld hatte es geheißen, gelingt es nach drei Versuchen nicht, beide Zünder mit der Rohrzange herauszuschrauben, muss der Blindgänger gesprengt werden.

Quelle: gma/plet/sei/dpa
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