15.01.2011, 18:10

Pegelstände Hochwasserlage in Brandenburg spitzt sich zu

Die Wasserstände der Brandenburger Flüsse steigen nach Regenfällen weiter an. An der Schwarzen Elster im Süden des Landes überschritten die Pegelstände in Bad Liebenwerda und Herzberg den Richtwert für die höchste Alarmstufe 4.

Nach zahlreichen Niederschlägen und Tauwetter spitzt sich die Hochwasserlage in Brandenburg weiter zu. Am Samstagnachmittag wurde für die Schwarze Elster im Landkreis Elbe-Elster die höchste Alarmstufe 4 ausgerufen und damit die Katastrophenabwehr in Gang gesetzt, wie das Landesumweltamt mitteilte. Betroffen waren die Pegel Liebenwerda und Herzberg.

Im Ordnungsamt sei ein Stab eingerichtet worden, der rund um die Uhr als Ansprechpartner für die Kommunen fungiere und unterstützend bei der Koordination von möglichen Hilfsmaßnahmen tätig werde, teilte Landrat Christian Jaschinski (CDU) mit. "Wir haben eine durchaus kritische Situation angesichts der hohen Pegelstände", warnte er. Allerdings lägen die derzeitigen Wasserstände noch etwa 30 Zentimeter unter den Höchstwerten vom Herbst 2010. In Herzberg und Bad Liebenwerda liegen seinen Angaben zufolge 125.000 Sandsäcke für einen möglichen Einsatz bereit. Die Deiche würden regelmäßig kontrolliert.

Grund für den deutlichen Wasseranstieg seien Niederschläge in den oberen Einzugsgebieten der Schwarzen Elster, sagte der Präsident des Landesumweltamtes, Matthias Freude. Der Scheitel der Elsterzuflüsse habe die Landesgrenze noch nicht erreicht, so dass mit einem weiteren Wasseranstieg zu rechnen sei. Am sächsischen Oberlauf der Elster fielen die Wasserstände allerdings bereits allmählich wieder.

Anhaltendes Tauwetter und Niederschläge sorgten auch an anderen Flüssen für steigende Wasserstände. So erreichte der Pegel Spremberg an der Spree laut Landesumweltamt am Nachmittag den Richtwert der Alarmstufe 3. An der Elbe wurde indes Alarmstufe 2 für den Raum Mühlberg ausgerufen. Die dort steigenden Wasserstände behinderten den Wasserabfluss der Schwarzen Elster, hieß es. An der Lausitzer Neiße wurde am Nachmittag Alarmstufe 1 ausgerufen. Dort war der Pegel Klein Bademeusel betroffen.

(dapd/sei)
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