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Skater-Gelände

Gnadenfrist für Freizeitgelände Mellowpark

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Die TLG Immobilien gewährt dem Freizeitgelände Mellowpark eine Gnadenfrist. Das Jugendprojekt hatte zum Jahresende 2008 die Kündigung bekommen und sollte längst den Standort an der Friedrichshagener Straße geräumt haben.

Aber wohin mit Skaterparcours, BMX-Rampen und Sportplätzen? Noch immer ist kein neuer, gleichwertiger Standort verfügbar.

Die TLG Immobilien bereitete schon eine Räumungsklage vor, hat aber jetzt noch einmal eingelenkt. Im Februar bot das Unternehmen den Mellowpark-Betreibern an, für die diesjährige Saison bis zum 30. November 2009 am Traditionsstandort in Köpenick bleiben zu können. "Wir wollen das Grundstück auf den Markt werfen", sagt Sabine Pentrup, Sprecherin der TLG Immobilien. "Das geht nur, wenn es ohne Nutzer ist."

Das Areal solle für Wohnzwecke ausgeschrieben und verkauft werden. Der Standort war von jeher als Zwischennutzung für den Mellowpark gedacht. Die Suche nach einem Ersatzgrundstück dauert schon mehrere Jahre. Favorit für den Mellowpark-Betreiber, den Verein Alleins, ist ein 66 000 Quadratmeter großes Areal an der Straße An der Wuhlheide 250. Auf dieser Fläche befindet sich das Paul-Zobel-Stadion. Das Grundstück gehörte dem Bezirk, der es 2006 an den Liegenschaftsfonds gab und nun wiederhaben will. Er will dem Mellowpark den Teil der Fläche zur Verfügung stellen, den er benötigt: etwa 10 000 Quadratmeter. Doch der Fonds hat das Gelände an der Spree bereits Ende 2008 verkauft. Der Steuerungsausschuss des Liegenschaftsfonds hat dem Geschäft zugestimmt. Noch muss sich der Aufsichtsrat des Fonds damit beschäftigen. Auch die Zustimmung des Vermögensausschusses des Abgeordnetenhauses ist für den Verkauf erforderlich.

Aber das Bezirksamt Treptow-Köpenick und die BVV haben beschlossen, dass der Deal rückgängig gemacht werden soll und das Gelände dem Jugendprojekt zur Verfügung gestellt wird. Die nächste wichtige Entscheidung wird im Abgeordnetenhaus getroffen: nämlich die, ob die Widmung des Areals als Sportfläche zurückgenommen wird. Diese Entwidmung ist Voraussetzung für den Bau von Wohnungen durch den Investor.

Der Abgeordnete Karlheinz Nolte (SPD) betont, es gehe um einen Kaufpreis von 5,6 Millionen Euro, den der Liegenschaftsfonds für das Grundstück erzielt habe. "Diese Einnahmen dürfen Berlin nicht verloren gehen", sagt Nolte. Er fordert, dass sich der Verein Alleins für ein anderes Grundstück entscheidet, das ihm vom Liegendschaftsfonds angeboten wird.

Linke verweigern Zustimmung

Schon im Dezember 2008 hatten Bezirksamt und Verein über eine Fläche nahe dem Bahnhof Wuhlheide diskutiert. Doch Alleins lehnte das Angebot ab und hielt am Wunschstandort mit dem Paul-Zobel-Stadion fest.

Auf eine baldige Lösung für den Mellowpark drängen auch die Fraktionen von FDP und Linken im Abgeordnetenhaus. Uwe Doering, parlamentarischer Geschäftsführer der Linken-Fraktion, plädiert dafür, den Jugendlichen die Fläche auf dem Grundstück An der Wuhlheide zur Verfügung zu stellen, die sie für das Freizeitprojekt benötigen. Er kündigt an, dass die Fraktion dem Verkauf nicht zustimmen werde, wenn sich nicht eine Lösung für den Mellowpark finde.

Die FDP-Fraktion fordert, dass Senat, TLG, Liegenschaftsfonds, Bezirksamt Treptow-Köpenick und der Trägerverein gemeinsam ein tragfähiges Zukunftskonzept für den Mellowpark entwickeln.

Welcher ist Berlins schönster Bezirk?



Erschienen am 24.02.2009

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