City West

Neues Dach, neue Aufteilung: Das KaDeWe wird umgebaut

Das KaDeWe steht vor einer neuen Zukunft. Ab April dieses Jahres wird das Kaufhaus grundlegend umgebaut – von oben bis unten.

Das KaDeWe soll ein Glasdach bekommen. Im April beginnt der Umbau

Das KaDeWe soll ein Glasdach bekommen. Im April beginnt der Umbau

Foto: OMA

In wenigen Wochen geht es los: Das Kaufhaus des Westens (KaDeWe) bekommt ein neues Gesicht und wird in den kommenden sechs bis sieben Jahren umgestaltet. Denn die neuen Eigentümer des Luxuswarenhauses am Tauentzien wissen: Die Wege durch das Haus sind schwierig, auch langjährige Kunden verlaufen sich immer noch, der Platz für die Präsentation der Produkte wird nicht mehr gut genutzt.

Das wird nun anders. "Wir sind sehr stolz, Rem Koolhaas als Architekt gewonnen zu haben", sagte André Maeder, CEO der KaDeWe Group, am Montagabend bei der Vorstellung der Umbaupläne im KaDeWe. Das Gebäude wird dazu in vier Quadranten aufgeteilt - Motto "4 in 1".

Das Architektenbüro OMA, das Koolhaas 1975 mit anderen gegründet hatte, versteht das riesige Gebäude mit rund 60.000 Quadratmetern Fläche nicht als singuläre Eiinheit, sondern will in den vier Quadranten dann ganz spezielle Angebote präsentieren, auf die entsprechenden Zielgruppen zugeschnitten. "Klassisch, experimentell, jung", so die Architekten.

Jeder Quadrant mit einem eigenen Eingang

Jeder Quadrant erhält einen eigenen Eingang und andere Rolltreppen. Die Kunden sollen sich in diesen Bereichen bewegen beziehungsweise besser vom Erdgeschoss bis zur sechsten Verkaufsetage geführt werden, jedes Stockwerk soll einen eigenen Charakter aufweisen.

Von dem einem zum anderen Quadranten werden die Kunden über ein kreuzförmiges System geführt. Umgebaut wird außerdem der Haupteingang, wo der Bogen wieder verschwinden soll. Die Schaufenster, ein Kennzeichen des KaDeWe, werden wieder größer gestaltet.

>>> Wie sich das KaDeWe im Lauf der Jahrzehnte verändert hat


Ein besonderes Highlight wird das neue Dach: Das jetzt überwölbte Dachrestaurant weicht einer neuen Architektur. Es entsteht ein riesiges Glasdach mit Bar, Restaurant und einer großen Terrasse. Dort sind dann auch Open-Air-Veranstaltungen geplant. Und das Restaurant soll auch außerhalb der KaDeWe-Öffnungszeiten zugänglich sein. "Mit einem spektakulären Blick über die Stadt", sagte Vittorio Radice, auch einer der Chefs des KaDeWe. Er ist Verwaltungsrat der italienischen Kaufhauskette La Rinascente, die kürzlich die Mehrheit an der KaDeWe Group übernahm.

Hoher dreistelliger Millionenbetrag wird investiert

Die KaDeWe Group will einen "hohen dreistelligen Millionenbetrag" in die strukturellen und konzeptionellen Maßnahmen investieren - neben dem KaDeWe auch in die Häuser Oberpollinger in München und Alsterhaus in Hamburg.

"Die drei Häuser sind und werden die Attraktion der Zukunft sein, im Wettbewerb mit internationalen Stores und dem Online-Shopping", sagte André Maeder.

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