Museum in Dahlem

Flüchtlinge verarbeiten Erfahrungen in einer Ausstellung

Unter dem Titel "Daheim: Einsichten in das flüchtige Leben" haben Flüchtlinge in Berlin eine eigene Ausstellung gestaltet.

Die Arbeit "Welle" des Künstlers Dachil Sado in der Ausstellung "DaHeim: Einsichten in das flüchtige Leben" vorbei.

Die Arbeit "Welle" des Künstlers Dachil Sado in der Ausstellung "DaHeim: Einsichten in das flüchtige Leben" vorbei.

Foto: Wolfram Kastl / dpa

"Den Wänden der Ausstellungsräume schrieben sie ihre Erinnerungen an die verlassene Heimat und die strapaziösen Wege ein, im Raum installierten sie Stationen ihrer Flucht", teilte das Museum Europäischer Kulturen am Donnerstag vor der Ausstellungseröffnung mit. Flüchtlinge haben ihre Fluchterfahrungen künstlerisch dargestellt und stellen ihre Arbeiten ab sofort in Dahlem aus.

An dem Projekt Kunstasyl waren Menschen aus Albanien, Afghanistan, Bosnien, Irak, Kosovo, Pakistan und Syrien beteiligt. Unter Begleitung der Künstlerin Barbara Caveng erarbeiteten sie die Schau ein halbes Jahr lang in einem gemeinsamen kreativen Prozess. "Kunstasyl ist deswegen auch keine Beschäftigungstherapie, kein betreutes Malen und Basteln", betont Caveng in einem Begleittext.

Den Erfahrungen der Beteiligten sind in der Ausstellung Biografien aus dem 19. und 20. Jahrhundert gegenübergestellt, die zeigen, dass Menschen schon immer aus unterschiedlichsten Gründen fliehen mussten. Ein Beispiel ist Museumsangaben zufolge etwa die deutsch-jüdische Schriftstellerin Anna Seghers, deren Flucht- und Migrationserfahrungen ihre literarische Arbeit prägten. Die Ausstellung ist bis zum nächsten Sommer, 2. Juli 2017, in Dahlem zu sehen.

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