11.10.12

Stadtplanung

Wie das Lindenufer in Berlin-Spandau einmal aussehen soll

Die Grünfläche an der Havel soll ab 2013 verschönert werden - mit Freitreppe, Aussichtsplatz und Bürgergarten.

Von Sabine Flatau
Foto: becker Giseke mohren richard bgmr landschaftsarchitekten

Neue Pläne: So soll das Lindenufer in Berlin-Spandau künftig aussehen
Neue Pläne: So soll das Lindenufer in Berlin-Spandau künftig aussehen

Das Lindenufer in Berlin-Spandau, zwischen Charlottenbrücke und Juliusturmbrücke, soll ab 2013 zu einer Attraktion an der Havel werden. Derzeit sind die Wege zu schmal und schlecht beleuchtet, die Aussicht aufs Wasser begrenzt. Nun hat das Berliner Büro bgmr eine Studie zur Verschönerung der Grünanlage ausgearbeitet, im Auftrag des Bezirksamtes.

Die Landschaftsarchitekten empfehlen, besondere Aufenthaltsorte am Wasser zu schaffen.

Dazu haben sie mehrere Vorschläge unterbreitet: Eine große Freitreppe und ein Aussichtsplatz sollen den Blick auf den Zufluss der Spree in die Havel lenken. Vorgeschlagen wird auch ein kleiner, die Uferböschung überkragender Balkon. Am einstigen Berliner Tor soll zudem ein Bürgergarten entstehen.

Eine Schiffsanlegesteg wird an der Charlottenbrücke empfohlen. Die alte Sanitäranlage am Brückenkopf könnte reaktiviert werden. Die Unterführung der Juliusturmbrücke eignet sich als Platz für Jugendevents.

Wege am Wasser beleuchten

Die Landschaftsarchitekten schlagen vor, die Wege am Wasser und die Brücken besser zu beleuchten und so umzugestalten, dass sie auch für Ältere, Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen gut passierbar sind.

Für die Pflege von Grünflächen und Bäumen könnten Patenschaften vergeben werden, etwa an Schulklassen, Kita-Gruppen oder Senioren.

Der Uferweg, der bisher drei Meter breit ist, soll erweitert und zum Radfahren freigegeben werden. Das jüdische Mahnmal am Lindenufer ist in die Machbarkeitsstudie einbezogen. Sie berücksichtigt auch Wünsche von Anwohnern. Bis zum Jahresende seien noch drei Workshops geplant, sagte eine Mitarbeiterin von bgmr.

Das Projekt soll ab 2013 realisiert werden. Das Geld stellt die Senatsstadtentwicklungsverwaltung bereit. Die Gesamtkosten werden auf bis zu zwei Millionen Euro geschätzt. Für den Baubeginn im nächsten Jahr stünden etwa 400.000 Euro bereit, sagte Baustadtrat Carsten Röding (CDU). Das Besondere sei, sagt Röding, dass die Anwohner von Beginn an in die Planung einbezogen seien und auch an der künftigen Pflege der Grünanlage beteiligt werden sollen.

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