Rechtsextremismus

"HoGeSa"-Anhänger versammeln sich in Prenzlauer Berg

Sie nennen sich „Hooligans gegen Salafisten“: Rund 50 Neonazis aus Berlin und Umgebung haben sich am Sonnabend in Prenzlauer Berg versammelt. Die Gegendemonstranten waren jedoch in der Überzahl.

Foto: DAVIDS/Boillot / DAVIDS

Rund 50 Anhänger der rechtsradikalen "Hogesa"-Bewegung haben sich am Sonnabendabend in Prenzlauer Berg getroffen. Wie ein Polizeisprecher auf Anfrage der Berliner Morgenpost bestätigte, kamen die Sympathisanten gegen 20 Uhr in der Kneipe "Stumpfe Ecke" in der Naugarder Straße zusammen. Wie aus einem Aufruf in dem sozialen Netzwerk Facebook hervorgeht, sollte es sich bei der Veranstaltung um ein "Kennenlern-Treffen" für die Hauptstadt und das Umland handeln.

Zugleich kamen rund 70 Gegendemonstranten vor die "Stumpfe Ecke". Die Berliner Antifa hatte zu einer Kundgebung aufgerufen. Es kam jedoch nicht zu Zusammenstößen, der Abend blieb nach Angaben des Polizeisprechers zunächst friedlich.

Beim Internet-Kurznachrichtendienst Twitter berichteten Anwohner von Straßensperren im Bereich Naugarder Straße, Erich-Weinert-Straße, Hosemannstraße. Fotos zeigten Mannschaftswagen der Polizei. Diese hat das Gebiet den Angaben im Internet zufolge mit einer Hundertschaft abgesichert.

Hogesa-Anhänger hatten sich in der Vergangenheit wiederholt extrem gewaltbereit gezeigt. Bei einem Aufmarsch der "Hooligans gegen Salafisten" mit rund 4500 Demonstranten war es am 26. Oktober in der Kölner Innenstadt zu schweren Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Mehrere Bundesliga-Klubs, darunter Hertha BSC, verboten daraufhin das Tragen von "HoGeSa"-Symbolen in ihren Stadien.

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