09.11.12

Pankow

Maskierter Mann bedroht Kinder auf Berliner Schulhof

Ein vermummter Unbekannter hat auf dem Hof einer Grundschule im Ortsteil Karow zwei Kinder in Angst und Schrecken versetzt.

Von Ulla Reinhard

Die Polizei ermittelt seit Freitag gegen zwei unbekannte Männer, die sich auf Schulhöfe geschlichen und dort Kinder erschreckt haben sollen. Nach Angaben von Ermittlern handelt es sich um zwei voneinander unabhängige Fälle, in denen jeweils ein Mann am Tatort auftauchte. Die Vorfälle schrecken dennoch die Eltern- und Lehrerschaft auf – zumal sie Erinnerungen an vergangene Übergriffe auf Schüler wach werden lassen, bei denen die Täter immer noch nicht gefasst sind.

Der erste Fall ereignete sich am Freitag gegen Mittag auf dem Hof der Grundschule am Hohen Feld in Karow im Bezirk Pankow. Um kurz vor 13 Uhr verließen ein sieben Jahre alter Schüler und eine achtjährige Schülerin für wenige Minuten den Unterricht, um auf den am Bedeweg gelegenen Schulhof zu laufen und Müll wegzubringen.

Als die Kinder an den Mülltonnen ankamen, sei dort plötzlich ein maskierter Mann aufgetaucht und habe sie mit einem Messer bedroht. So schilderten es die beiden Schüler später ihren Lehrern und der Polizei. Die Kriminalbeamten hielten die Angaben für glaubhaft und leiteten unmittelbar im Anschluss ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung und Hausfriedensbruchs ein.

Zeugen gesucht

Bei der Fahndung bittet die Polizei auch um Hinweise von Passanten, die den Mann gesehen haben könnten: Nachdem er die Kinder bedroht hatte, soll der Unbekannte über einen Zaun gesprungen und in Richtung Lossebergplatz geflüchtet sein. Eine erste Suche in der Umgebung blieb ohne Erfolg.

Auch in dem anderen Fall nutzte der Täter den Zaun eines Schulgeländes, allerdings um auf den Hof zu gelangen. Durch ein Loch im Zaun soll der Unbekannte auf das Gelände der Heinrich-Seidel-Grundschule an der Ramlerstraße in Gesundbrunnen geklettert sein.

Dort pöbelte er nach Polizeiangaben mehrere Schüler an. Die Kinder holten ihre Lehrerin, die den Mann aufforderte, den Schulhof zu verlassen. Daraufhin beleidigte der Unbekannte auch die Lehrerin. Als die zwischenzeitlich alarmierten Polizeibeamten eintrafen, war der Mann bereits geflüchtet. Die Polizei ermittelt wegen Beleidigung und Hausfriedensbruchs.

Auch wenn die Kinder in beiden Fällen einen großen Schrecken bekommen haben dürften, liefen die Vorfälle am Freitag im Vergleich zu vergangenen Straftaten an Schulen noch glimpflich ab. Am 7. März hatte ein Unbekannter versucht, eine Schülerin an einer Grundschule in Frohnau sexuell zu missbrauchen. Als das Mädchen laut schrie und Mitschüler hinzukamen, flüchtete der Täter. Im Juni schlich sich ein Mann auf eine Toilette der Hermsdorfer Gustav-Dreyer-Schule. Als er von zwei Mädchen überrascht wurde, flüchtete er. Zu einem Übergriff kam es nicht.

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