Manteuffelstraße

Kreuzberger Szene-Laden M99 soll geräumt werden

Ein Gericht hat einen Räumungsaufschub zurückgewiesen. Nun könnte es am Donnerstag zur Räumung des Szene-Ladens kommen.

Hans-Georg Lindenau in seinem Ladengeschäft "M99 Gemischtwaren mit Revolutionsbedarf" in der Manteuffelstraße in Kreuzberg

Hans-Georg Lindenau in seinem Ladengeschäft "M99 Gemischtwaren mit Revolutionsbedarf" in der Manteuffelstraße in Kreuzberg

Foto: Wolfram Kastl / dpa

Der Szene-Laden M99 in Kreuzberg soll am Donnerstag geräumt werden. Dies teilten Ladeninhaber Hans-Georg Lindenau und seine Unterstützer am Donnerstag in einer Pressekonferenz mit. Demnach sei ein beantragter Räumungsaufschub vom Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg zurückgewiesen worden. Der Gesundheitszustand des Ladeninhabers wurde dabei nicht als Argument akzeptiert. Lindenau sei in der Lage, den Umzug zu organisieren – trotz seiner gesundheitlichen Probleme.

Außerdem habe das Amtsgericht darauf verwiesen, dass es sich bei dem Laden um Gewerberäume handele. Der Berliner Morgenpost sagte der Eigentümer-Anwalt, Cornelius Ernst Wollmann: "Die Räumung wird stattfinden, es gibt zum jetzigen Zeitpunkt keinen Grund, davon abzusehen." Wegen persönlicher Anfeindungen seitens des Mieters gegen den Eigentümer seien weitere Gespräche abgebrochen worden.

Lindenau, der Mieter des Ladens und der darüber liegenden Wohnung, betreibt das Geschäft seit fast 30 Jahren. Vor zwei Jahren kündigte der Eigentümer ihm wegen zahlreicher Verstöße. Er soll die Wohnung mehrfach vertragswidrig untervermietet haben. Dagegen klagte Lindenau und verlor vor Gericht.

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