Kreuzberg

Vorschläge für Brache am Gleisdreieck gesucht

In Kreuzberg soll eine Brache neben dem Park am Gleisdreieck bebaut werden. Genaue Vorstellungen dazu gibt es noch nicht. Die Grundstückseigentümer diskutieren derzeit.

Foto: Amin Akhtar

Ein Museum? Ein Supermarkt? Eine Fahrradwerkstatt oder vielleicht ein Theater? In Kreuzberg soll eine Brache neben dem Park am Gleisdreieck bebaut werden. Genaue Vorstellungen dazu gibt es noch nicht. Die Grundstückseigentümer diskutieren derzeit mit Ämtern, Fachleuten und Anwohnern darüber, wie die Fläche gestaltet werden könnte. "Urbane Mitte" heißt das Projekt. Das Areal ist insgesamt rund 43.000 Quadratmeter groß. Es liegt südlich des Parkhauses am U-Bahnhof Gleisdreieck, zwischen Park und U-Bahntrasse. Eigentümer sind die Beratungsgesellschaft Dr. Vogel GmbH und die Firma Copro Projektentwicklung. Auf vier Baufeldern sollen Gebäude errichtet werden. Wegen des Bahnlärms kommt Wohnungsbau allerdings nicht infrage.

Erste Vorschläge gibt es bereits. Bei einer Diskussion im November wünschten sich Anwohner ein Skater-Museum, Cafés und ein Theater. An diesem Wochenende wird der Bürgerdialog fortgesetzt. Ein öffentliches Werkstattgespräch ist für den 13. und 14. Dezember, jeweils von 12 bis 17 Uhr, angesetzt. Veranstaltungsort ist die Station Berlin an der Luckenwalder Straße 4-6 in der Nähe des Parks am Gleisdreieck. Materialien zum Grundstück werden ausgelegt. Die Stadtplaner des Büros Jahn, Mack & Partner moderieren beide Nachmittage, an denen auch Kurzreferate gehalten werden. Geschäftsführer Markus Vogel hofft auf rege Beteiligung. "Beim ersten Bürgerdialog im November kamen nur etwa 40 Teilnehmer", sagte er. "Das ist uns zu wenig." Deshalb habe man in den vergangenen Tagen 1500 Flyer in der Nachbarschaft verteilt.

Es gebe Konsens zwischen Bezirksamt, Senat und Fachleuten, dass eines der künftigen Gebäude höher als acht Stockwerke sein soll. Im Bürgerdialog sei die Frage gestellt worden, wie sich der Park in den Neubauten der "Urbanen Mitte" fortsetzen könnte, etwa in Form "vertikaler Gärten", oder durch terrassierte Gebäude. Der Wunsch nach einer Nahversorgung mit Lebensmitteln sei geäußert worden. Ateliers und Werkstätten seien als Nutzung vorgeschlagen worden.

"Wir haben eine starke Nachfrage von einstigen Start-up-Firmen, die gewachsen sind und nicht mehr in Kreuzberger Hinterhöfen arbeiten möchten." Diese Unternehmen seien daran interessiert, moderne Arbeitsplätze anzubieten, "die aber trotzdem von der Location her noch cool sind", so Vogel. Die Ideen und Vorschläge werden im Rahmen des Werkstattverfahrens noch bis Anfang 2015 gesammelt. Dann soll sich ein städtebaulicher Wettbewerb anschließen, später auch ein Bebauungsplanverfahren (www.urbane-mitte.de).

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