Am Mehringdamm

Berlin will Dragoner-Areal in Kreuzberg kaufen - Bund lehnt ab

Foto: Massimo Rodari

Das Land Berlin will das Dragoner-Areal am Mehringdamm kaufen. Doch der Bund winkt ab. Es liegt offenbar ein weitaus höheres Angebot eines privaten Investors vor.

Der Bund soll das sogenannte Dragoner-Areal in Kreuzberg nach dem Willen des Berliner Abgeordnetenhauses zum Verkehrswert an den Senat verkaufen. Vertreter von Regierung und Opposition sprachen sich am Donnerstag im Abgeordnetenhaus dafür aus, dass die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) den Verkauf nach Höchstpreis abbrechen solle.

Das rund 4,7 Hektar große Areal an der Obentrautstraße/Ecke Mehringdamm sei zental gelegen, optimal durch zwei U-Bahnlinien angebunden und deshalb ideal für den Wohnungsbau auch zu bezahlbaren Mieten geeignet, betonten alle.

Doch die Bima habe Angebote der Wohnungsbaugesellschaften abgelehnt, kritisierten Redner. Jetzt biete ein Investor mit 36 Millionen Euro einen dreifach höheren Preis als den geschätzten Verkehrswert.

Einen Antrag der Piraten-Fraktion, der Senat solle sich beim Bund dafür verwenden, dieses Höchstpreis-Verkaufsverfahren zu stoppen und direkt an Berlin zu verkaufen, wurde dennoch nicht sofort abgestimmt. Die rot-schwarze Koalition stimmte mit ihrer Mehrheit für Überweisung des Antrags in den Stadtentwicklungsausschuss.

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