Charité
Mit Schweinegrippe infizierte Berlinerin gestorben
In der Berliner Charité ist eine mit dem Schweinegrippe-Virus infizierte Patientin gestorben. Die 64-jährige Frau war vor knapp zwei Wochen mit einer schweren bakteriellen Lungenentzündung in die Klinik gekommen und positiv getestet worden.
In Berlin hat es den zweiten Todesfall im Zusammenhang mit der Schweinegrippe gegeben. Die Gesundheitsverwaltung teilte am Montag mit, dass am Sonntag eine 64 Jahre alte Frau in der Charité gestorben ist, bei der das H1N1-Virus nachgewiesen worden war. Die Frau habe eine schwere Vorerkrankung gehabt, die wahrscheinlich auch die Todesursache war.
Den Angaben zufolge war die Patientin am 11. November 2009 mit einer schweren bakteriellen Lungenentzündung in die Klinik gekommen. Am nächsten Tag sei sie auf die Neue Grippe getestet worden. Gleichzeitig habe man mit einer Tamiflu-Behandlung begonnen, da es in der Familie der Frau bereits positive H1N1-Fälle gegeben hatte. Mittlerweile wurden in Berlin rund 2960 Schweinegrippe-Fälle registriert. Bei dem Robert-Koch-Institut sind derzeit bundesweit 34 Todesfälle im Zusammenhang mit der Schweinegrippe registriert. Der aktuelle Fall aus Berlin ist dort noch nicht aufgeführt.
Anfang November war ein an Schweinegrippe erkrankter 40-jähriger Mann im Vivantes Klinikum Am Urban in Berlin-Kreuzberg gestorben. Er war einige Tage zuvor mit einer entzündlichen Lungenerkrankung (Pneumonie) aufgenommen worden. Eine Obduktion der Leiche ergab wenig später, dass der Mann an den Folgen der Schweinegrippe-Erkrankung gestorben war. Er war damit einer der bundesweit ersten Schweinegrippe-Patienten, bei dem Ärzte bislang keinerlei Vorerkrankungen entdecken konnten.
Vergangene Woche war bekanntgeworden, dass bereits Ende Oktober ein kleiner Junge aus Berlin einen Tag nach der Impfung gestorben war. Der knapp Zweijährige war seit seiner Geburt schwer herzkrank. Bislang ist unklar, ob sein Tod in irgendeiner Weise mit der Impfung in Zusammenhang steht. Die Untersuchungen dazu am Paul-Ehrlich-Institut (PEI) im hessischen Langen dauern an.
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