Antwort auf Anfrage

In der Berliner U-Bahn gibt es weniger Gewalttaten

U-Bahnfahren war im vergangenen Jahr sicherer als 2015. Die Zahl der Gewalttaten ist rückläufig. Es gibt aber noch einen anderen Trend.

U-Bahn am Alexanderplatz

U-Bahn am Alexanderplatz

Foto: dpa Picture-Alliance / Kay Nietfeld / picture alliance / dpa

Die Zahl der Gewalttaten in der Berliner U-Bahn ist zuletzt wieder leicht gesunken - auch wenn Fälle wie der Tritt gegen eine Passantin am Bahnhof Hermannstraße oder die Feuerattacke auf einen Obdachlosen am U-Bahnhof Schönleinstraße Ende 2016 viel Aufsehen erregten.

Im vergangenen Jahr registrierten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) 2167 Gewaltdelikte in Zügen und auf Bahnsteigen, wie aus einer der dpa vorliegenden Antwort der Senatsinnenverwaltung auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Joschka Langenbrinck hervorgeht. Im Vorjahr waren es noch 2201 gewesen, ein Jahr davor allerdings nur 2070 und 2013 sogar nur 1977.

Deutlich gestiegen ist dagegen die Zahl der Fälle, in denen die Polizei Videomaterial von der BVG angefordert hat: 2016 waren es 6087, im Vorjahr 5443. Darunter sind auch Vorfälle in Straßenbahnen und Bussen. Im gesamten Bereich der BVG wurden im vergangenen Jahr 1924 Tatverdächtige zu Gewalttaten ermittelt, nach 1652 im Vorjahr.

"Videoüberwachung verhindert keine Straftaten, hilft aber Täter zu überführen", sagte Langenbrinck. "Neben der Modernisierung und dem Ausbau der Videokameras ist auch wichtig, dass die BVG ihr Sicherheitspersonal weiter aufstockt."

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