Mitte

Polizei kontrolliert Berliner Spielhallen und Wettbüros

Drogen, Diebesgut und versiegelte Automaten: In Gesundbrunnen haben Polizei und Ordnungsamt Casinos, Bars und Wettbüros kontrolliert.

Überaus erfolgreich sind die Kontrollen der Polizei und des Bezirks Mitte in Spielhallen, Bars und Wettbüros im Stadtteil Gesundbrunnen am Freitag verlaufen. Bei den Überprüfungen konnten die Beamten neben Drogen auch gestohlenen Schmuck sowie 13 Mobiltelefone beschlagnahmen. Die Handys wurden in einem Lokal in der Prinzenallee sichergestellt, sie waren alle zur Fahndung ausgeschrieben, teilte die Polizei am Sonnabend mit.

17 Polizisten des Abschnitts 36 hatten mit sechs Mitarbeitern des Bezirksamtes 13 Lokale, darunter in der Bellermannstraße und in der Pankstraße, unter die Lupe genommen. In fünf der zwischen 14.30 und 22.30 Uhr kontrollierten Spielstätten wurden dabei sämtliche Geldspielautomaten versiegelt, weil den Geräten durchweg die Aufstellgenehmigung fehlte. Den Angaben zufolge war dies bei 19 Spielautomaten der Fall. Die Staatsanwaltschaft leitete fünf Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und drei wegen Hehlerei ein. Darüber hinaus stellten die Beamten des Bezirks bei den Überprüfungen der Lokale insgesamt 49 Verstöße gegen Vorschriften des Gaststätten- und Lebensmittelrechts fest, die nun geahndet werden. Dabei ging es um fehlende Aufsteller und Hinweis­tafeln sowie um mangelhafte Beachtung von Hygienevorschriften.

Das Land Berlin hatte im Frühjahr 2016 auf Initiative der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus die gesetzlichen Regelungen verschärft. Eine sechsmonatige Übergangsfrist lief im Herbst aus. Seither ist maximal nur noch eine Spielhalle pro Gebäude erlaubt, zudem ist ein Mindestabstand von 500 Metern zum nächsten Spielkasino und von 200 Metern zu Oberschulen einzuhalten. Hintergrund der Gesetzesnovelle war vor allem der enorme Zuwachs bei der Anzahl der Wettlokale und Spielkasinos und die damit einhergehende steigende Problematik mit spielsüchtigen Kunden.

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