Kreuzberg

Brennpunkt Kottbusser Tor: Massenschlägerei mit 40 Menschen

Ein Dealer hat in Kreuzberg versucht, einem Imbiss-Gast Drogen zu verkaufen. Das endete in einer Massenschlägerei mit 40 Beteiligten.

An der Reichenberger Straße am Kottbusser Tor gab es eine Massenschlägerei

An der Reichenberger Straße am Kottbusser Tor gab es eine Massenschlägerei

Foto: Steffen Pletl

Bei einer Massenschlägerei mit Dutzenden Beteiligten an einem Imbiss am Kottbusser Tor in Kreuzberg sind zwei Männer verletzt worden. Zu der Auseinandersetzung kam es am Dienstagabend gegen 20.30 Uhr an der Reichenberger Straße, die vom Platz abgeht. Der 27 Jahre alte Inhaber hatte einen 20-Jährigen aufgefordert, den Imbiss zu verlassen, als der einem Gast Drogen verkaufen wollte, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Es entwickelte sich eine Auseinandersetzung, die von einer bisher unbekannten Frau angeheizt worden sein soll. Im Verlauf des Streits mischten sich mindestens 40 Menschen ein, die dann aufeinander einschlugen. Flaschen flogen. Der Imbissbesitzer wurde dabei leicht verletzt. Der mutmaßliche Drogendealer erlitt mehrere Knochenbrüche. Als die Polizei eintraf, waren die meisten Beteiligten bereits geflüchtet.

Nach Angaben eines Ermittlers der Polizei holte sich der Dealer offenbar gezielt Verstärkung aus der Szene der "Antänzer" (Trickdiebe, Anm. d. Red.) und Drogendealer, so dass die Situation in der Schlägerei eskalierte. Dies sei eine "neue Methode" in der Szene.

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Am Mittwochmorgen ist von der Prügelei nichts mehr zusehen. Eine Jalousie versperrt den Blick ins Innere des Imbisses, gegen 10 Uhr ist er noch geschlossen. Indessen sind die Obst- und Gemüsehändler am Kottbusser Tor bereits gerüstet für ihre Kundschaft. Während sie Weintrauben, Äpfel und Mandarinen anbieten, beziehen die ersten Drogendealer an den Zugängen zur U-Bahn Position.

Das Kottbusser Tor gilt schon seit langem als Kriminaltätsschwerpunkt. Immer wieder kommt es dort zu gewalttätigen Übergriffen.

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