Charlottenburg

Kohlenmonoxid-Alarm in Shisha-Bar

Eine Shisha-Bar an der Fasanenstraße musste wegen erhöhter Kohlenmonoxid-Werte geschlossen werden. Fünf Menschen kamen ins Krankenhaus.

Die Feuerwehr im Einsatz in der Fasanenstraße

Die Feuerwehr im Einsatz in der Fasanenstraße

Foto: Thomas Schröder

Für sieben Gäste endete der Besuch einer Shisha-Bar in Charlottenburg im Krankenhaus. Die Feuerwehr wurde am Dienstagabend zu dem Lokal an der Fasanenstraße, in dem Wasserpfeifen zum Rauchen ausgeliehen werden, alarmiert, da mehrere Gäste unter Schwindel und Übelkeit geklagt hatten. Als die Einsatzkräfte die Bar betreten hatten, sollen die Kohlenmonoxidwarngeräte der Feuerwehrmänner sofort ausgeschlagen haben. Das Lokal in den S-Bahn-Bögen wurde umgehend geräumt.

Insgesamt 25 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Ärzte stellten erhöhte und hohe Kohlenmonoxidwerte im Blut der Gäste fest. Fünf Menschen wurden zu Spezialbehandlungen in das Krankenhaus Friedrichshain gebracht. Andere Personen sollen eine Behandlung abgelehnt haben. Die Ursache für die hohe Konzentration des geruchlosen und giftigen Gases war am Mittwoch noch ungeklärt.

Vermutet wird aber, dass die hohen Kohlenmonoxidwerte beim Verbrennen der Holzkohle entstanden sind. In Shisha-Bars werden die Wasserpfeifen für die Gäste vorbereitet, also der Tabak eingefüllt und die Kohle aufgelegt. Der Raucher nimmt beim Shisha-Rauchen etwa zehnmal so viel Kohlenmonoxid auf wie beim Rauchen von Zigaretten, heißt es in Ärztefachkreisen. Besondere Lüftungsanlagen für Räume, in denen Wasserpfeife geraucht wird, sind nicht vorgeschrieben. Für die Eröffnung einer Shisha-Bar ist auch keine gesonderte Erlaubnis erforderlich.

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