27.02.2013, 14:48

Reinickendorf 190 Menschen demonstrieren gegen Zwangsräumung

Bis zu 190 Personen haben am Mittwoch in Berlin-Reinickendorf gegen die geplante Räumung einer Wohnung an der Aroser Allee demonstriert.

Ab 8.40 Uhr versammelten sich die Demonstranten an der Aroser Allee Ecke Grindelwaldweg. Gegen 9.30 Uhr teilte die Gerichtsvollzieherin der Polizei mit, dass die geplante Räumung vom Landgericht gestoppt worden war.

Der Anmelder beendete die Kundgebung daraufhin gegen 9.45 Uhr. Unmittelbar danach liefen die Teilnehmer auf der Fahrbahn der Aroser Allee in Richtung Holländerstraße. Um zu verhindern, dass sie in Form eines nicht angemeldeten Spontanaufzugs weiterlaufen, wurden sie von Polizeibeamten zunächst gestoppt. Hierbei kam es zu Widerstandshandlungen einzelner Demonstranten. Ein Polizist wurde dabei leicht verletzt.

Gegen drei Männer leitete die Polizei Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Landfriedensbruchs, Widerstands, gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung ein. Die Kundgebungsteilnehmer wurden von der Polizei zum U-Bahnhof Franz-Neumann-Platz begleitet.

Ein Journalist (24) erstattete Anzeige gegen einen Polizeibeamten wegen Körperverletzung.

Die Polizei Berlin war mit rund 100 Beamten vor Ort.

(BM)
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