07.01.13

Neukölln

Mann hortet Granaten und zündet seine Wohnung an

Ein Mann hat in der vergangenen Nacht Möbel in seiner Neuköllner Wohnung in Brand gesetzt. Eine Anwohnerin des Hauses an der Sonnenallee bemerkte gegen Mitternacht den Brandgeruch, der aus der Wohnung ihres 50 Jahre alten Nachbarn drang.

Nachdem dieser ihr geöffnet hatte, sah die Frau in der Wohnung Qualm. Da der Mann jedoch einen verwirrten Eindruck machte und die Tür wieder schloss, alarmierte die 21-Jährige Polizei und Feuerwehr.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten brennende Dielen sowie einen kleinen Tisch. In der Wohnung entdeckten sie dann auch mehrere Sprenggranaten, von denen zwei scharf waren.

Daraufhin wurden Teile des Wohnhauses geräumt und die Mieter in einem Bus der Verkehrsbetriebe untergebracht. Zudem wurde die Sonnenallee in Richtung Baumschulenweg für den Verkehr gesperrt.

Kriminaltechniker des Landeskriminalamtes transportierten die aufgefundenen Kriegswaffen zum Sprengplatz Grunewald. Gegen 4 Uhr konnten die Mieter wieder in ihre Wohnung, die Straßensperrung wurde aufgehoben.

Der 50-Jährige wurde festgenommen und kam anschließend in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses. Die Polizisten leiteten Ermittlungsverfahren wegen schwerer Brandstiftung und Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ein.

Quelle: BM
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