28.12.2012, 13:47

Charlottenburg Betrunkener Autofahrer verursacht Unfall, flüchtet und wird gefasst

Trotz 2,2 Promille war am Donnerstagabend ein 45-Jähriger in Berlin-Charlottenburg offenbar der Meinung, noch Auto fahren zu können.

Zeugen hatten gegen 20 Uhr die Polizei verständigt, weil sie beobachtet hatten, wie ein Autofahrer am Kurfürstendamm gegen mehrere geparkte Wagen geprallt und anschließend geflüchtet war. Zwei 51 und 54 Jahre alte Zeugen waren dem Flüchtenden daraufhin bis in ein Parkhaus an der Uhlandstraße gefolgt.

Alarmierte Polizisten trafen den Betrunkenen wenig später in seinem Fahrzeug sitzend an. Zunächst verhielt sich der Mann noch kooperativ und stimmte einer freiwilligen Atemalkoholmessung zu. Sie bestätigte den Eindruck der Beamten und zeigte eine deutliche Alkoholisierung des 45-Jährigen an.

Während die Polizisten auf ein Transportfahrzeug warteten, um den Mann zu einer Gefangenensammelstelle zu fahren und ihm dort Blut abnehmen zu lassen, wurde er plötzlich ungeduldig und begann, die Beamten zu beleidigen. Seine Ungeduld gipfelte schließlich darin, dass er einen Polizisten zur Seite stieß und versuchte wegzurennen.

Da auch das Rennen bei 2,2 Promille nicht mehr ganz so einfach war, stürzte der Betrunkene wenige Meter später. Als die Polizisten ihm die Handfessel anlegten, trat er um sich und stieß einen weiteren Polizisten zur Seite, der daraufhin stürzte und sich am Knie verletzte.

Eine Blutentnahme musste aufgrund des weiterhin aggressiven Verhaltens des Mannes nach mehreren Versuchen abgebrochen werden. Nachdem er ausgenüchtert war, wurde der 45-Jährige aus der Gefangenensammelstelle entlassen und sieht nun strafrechtlichen Ermittlungen wegen einer Trunkenheitsfahrt, einer Verkehrsunfallflucht, Widerstandes, Beleidigung und Körperverletzung entgegen. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt.

(BM)
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