Olympia-Umfrage

Deutsche wollen die Spiele - Berlin liegt vor Hamburg

Mehr als zwei Drittel der Deutschen hätten gern die Spiele 2024. Dabei bevorzugen sie Berlin vor Hamburg. Das ergab eine Umfrage von RBB und der Morgenpost. Auffällig dabei: das Ost-West-Gefälle.

Die Deutschen wünschen sich in ihrer großen Mehrheit, dass Athleten 2024 bei Olympischen Sommerspielen in ihrem Land um Medaillen kämpfen. 69 Prozent sind dafür, dass die Spiele in Deutschland stattfinden. 20 Prozent sind dagegen. Von den beiden möglichen Olympia-Städten genießt Berlin größere Sympathien als Hamburg. 34 Prozent sind für die Hauptstadt, 30 Prozent bevorzugen Hamburg.

Das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap hat kurz vor der Entscheidung des deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Berliner Morgenpost und der RBB-Abendschau am 2. und 3. März 1006 wahlberechtigte Bundesbürger befragt. Dabei zeigen sich vor allem die Jüngeren begeistert von Olympia. In den Altersgruppen zwischen 18 und 44 Jahren sind drei Viertel für die Spiele in Deutschland.

Unter denen, die sich für Olympische Wettkämpfe in Deutschland aussprechen, sind knapp die Hälfte (49 Prozent) für Berlin. Für Hamburg sprechen sich 43 Prozent aus. Der Rest konnte keine Angabe machen. Bezogen auf die Gesamtheit aller Befragten ergibt das dann 34 Prozent für Berlin und vier Prozentpunkte weniger für die Hansestadt.

Besonders stark ist die Unterstützung für Berlin in der näheren Umgebung der Stadt. Fast zwei Drittel der Ostdeutschen (63 Prozent) ist für die Hauptstadt. Sie sichern Berlin den Vorsprung vor Hamburg, denn in den westdeutschen Ländern spricht sich eine hauchdünne Mehrheit von 47 zu 46 Prozent für die norddeutsche Konkurrentin aus. Unter den Älteren über 60 Jahren und bei den Menschen mit niedrigerem Schulabschluss und Einkommen liegt die Hauptstadt deutlicher vorne, während die höher Gebildeten Hamburg den Vorzug geben.

Das Präsidium des DOSB wird am 16. März über die deutsche Bewerberstadt entscheiden.

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