Leute Setbesuch bei "Das kalte Herz" in Babelsberg

Schiefe Fachwerkhäuser schmiegen sich aneinander. Auf dem kleinen Dorfplatz steht eine hölzerne Bühne, geschmückt mit bunten Blumen, erhellt durch flackernde Kerzen. Ein mittelalterliches Dorf. Wäre da nicht die blaue Wand hinter einem der Häuser. "Mit der Bluescreen werden wir später den Schwarzwald nach Potsdam bringen", erklärt Produktionsdesigner Julian Wagner.

Es ist kalt und regnerisch am Set von "Das kalte Herz" in den Filmstudios Babelsberg. Die Hauptdarsteller Frederick Lau und Henriette Confurius haben einen anstrengenden Drehtag hinter sich. Es ist fast 20 Uhr, als Regisseur Johannes Naber mit der Wirtshauszene zufrieden ist. "Meine Rolle ist ein Traum. Ich darf verschiedene Charaktere in einem Film spielen, weil sich meine Figur von einem einfachen Köhler zu einem herzlosen Wesen entwickelt", erzählt Lau mit einem Feierabend-Bier in der Hand.

In der Neuverfilmung des Wilhelm-Hauff-Märchens "Das kalte Herz" tauscht Peter (Frederick Lau) sein menschliches Herz für ein steinernes ein, um die Gunst von Lisbeth (Henriette Confurius) zu erlangen. "Der Kinofilm spielt in einer phantastischen Zeit, in der die Menschen noch an Geister glauben", sagt Confurius. Die Liebesgeschichte und die geheimnisvollen, phantastischen Elemente des Märchens seien in der Neuverfilmung wichtiger geworden, sagt Naber, die Geschichte von Erfolg und Liebe sei ein zeitloser Stoff.

Neben Lau und Confurius stehen auch David Schütter, Moritz Bleibtreu und Milan Peschel vor der Kamera. Der Film soll im November 2016 in die deutschen Kinos kommen.

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