Fashion Week
Claudia Effenberg stellt ihre Mode-Kreationen vor
Bei der Berliner Fashion Week hat sich der VIP-Faktor erhöht: Von Julianne Moore über Pierre Sarkozy bis hin zur Jungdesignerin Claudia Effenberg.
Noch eine Fußballer-Frau: Simone Ballack wollte bei der Show im Ballsaal des Adlon live dabei sein.
Bei der Berliner Fashion Week stellte Claudia Effenberg am Mittwochabend ihre eigene Modekollektion vor – im Ballsaal des Berliner Hotel Adlon. Die Frau von Ex-Fußballer Stefan Effenberg kreierte diese zusammen mit Christina Duxa.
Die Linie trägt den klangvollen Namen "La Vie en Rose" und ist gut tragbar, wenn man von ein paar enormen Stoffrosen einmal absieht. Die Jungdesignerin erschien in einem schwarzen Anzug, der ihre zusätzlichen Pfunde (und ihr üppiges Dekolleté) gut zur Geltung brachte.
Das eigentliche Highlight der Show war dann aber die Gewinnerin der vierten Staffel von "Germany's Next Topmodel": Sara Nuru. Sie präsentierte gekonnt die Kreationen der Effenberg und lief sogar Hand in Hand mit Effenbergs 13-jähriger Tochter Lucia über den Catwalk.
Das ließ sich dann selbst ihr Kaugummi kauender Ehemann Stefan Effenberg nicht entgehen und belegte einen Platz in der ersten Reihe der Show.
Joop mit schlichten Schnitten
Designer Wolfgang Joop schaute bei der Präsentation des Labels Joop! vorbei. Dort sinnierte der Designer über die hauptstädtische Szene. "Das heutige Berlin erinnert mich an das New York der 80er Jahre", sagte er.
Die Kollektion des Labels, mit dem Joop selbst nichts mehr zu tun hat, wurde nicht auf dem Laufsteg, sondern in einem Glaskasten in einem Hinterhof präsentiert. Dunkle Farben werden mit Beerentönen kombiniert, die Schnitte sind ziemlich schlicht.
Bei Lala Berlin fehlte die Linie
Ein Blick auf den Laufsteg: Bei Lala Berlin zog am Mittwochabend eine cool anmutende Mischung aus damenhafter Couture, sportlichen Elementen und etwas Army-Look über den Laufsteg. Designerin Leyla Piedayesh zeigte hellblaue Blazermäntel zu schmalen Jeans in Dreiviertellänge, Blousonjacken in Oliv und Strick, der an Chanel-Kostüme erinnerte.
Dazu kamen einige 70er-Jahre-Elemente in Form von lang fließenden bedruckten Seidenentwürfen oder schick aufgemachten Maxiröcken. Geometrische Muster in Rosttönen sowie weite goldige Lurexpullover und dazu passende Lurexkäppchen auf dem Kopf komplettierten eine Kollektion, der allerdings die klare Linie fehlte.
Kaviar Gauche: nicht vulgär, sondern erlesen
Ein weihrauchschwenkendes Model im schwarzen Schleiergewand eröffnete am Donnerstag die Schau von Kaviar Gauche. Wie der Rauch schienen auch die Entwürfe durch die Luft zu schweben. Ätherisch wirkende Gewänder mit plissierten Röcken in Schwarz, Creme oder Blassgelb aus zarter Seide umflossen die Silhouette.
Neben der lang herabfallenden Linie gab es auch Volumen – in Form von gerundeten Rüschenkleidern. Die Designerinnen Alexandra Fischer-Roehler und Johanna Kühl mischten ihre frivole Nonnentracht mit sexy auf Figur geschnittenen Kleidern, Tangas und Lackleggings. Dank der gekonnten Schnittführung wirkte das Ganze nicht vulgär, sondern erlesen.
Am Donnerstag luden außerdem Rena Lange, Perret Schaad und Guido Maria Kretschmer zur Schau. Beim Boss-Label Hugo war die Prominentendichte erneut hoch: Neben Hollywoodstar Julianne Moore posierte der britische Schauspieler Rupert Everett. Auch die Rockertöchter Pixie Geldof und Georgia May Jagger schauten vorbei.
Bei Laurel war Präsidentensohn und DJ Pierre Sarkozy zu Gast. Am Freitag läuten Designer wie Unrath & Strano und Michael Michalsky das Finale der Modewoche ein.
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