25.09.09

Best of Berlin

Hier schmeckt das Brot besonders lecker - zehn Tipps

Eine schreckliche Frage: "Was machen wir am Wochenende?" Schrecklich, denn: Es gibt so viele Antworten. In "Best of Berlin" sagen wir Ihnen, was Sie sich gönnen sollten. Diesmal haben wir für Sie zehn besondere Bäckereien ausfindig gemacht.

Von Tina Molin
Foto: dpa
Hofpfisterei in Berlin
Frisches Brot ist ein Hochgenuss - wie hier in der Berliner Hofpfisterei

Hofpfisterei

Die "Hofpfisterei" ist für Süddeutsche eine Institution und erfreut seit einiger Zeit auch die Hauptstädter. "Da musst du hin, das Brot ist so lecker", schwärmten nach deren Eröffnung in der Rosenthaler Straße die "Mitties". In den Regalen warten 2-Kilo-Leiber darauf, dass man sich ein Stück runter schneiden lässt. Da das Brot in Spezial-Papier, "Brotseide" genannt, eingewickelt ist, hält es lange frisch und die Kruste bleibt knackig. Unbedingt probieren: Die Brezen sind wohl die leckersten der Stadt – auf Wunsch auch mit Butter. Obwohl sich die "Hofpfisterei" "öko" nennt, muss man monieren, dass das Brot in München vorgebacken und dann mit dem Lastwagen nach Berlin transportiert wird.

Filialen: Rosenthaler Straße 31, Goethestraße 39/40, Nollendorfstraße 8 und Schloßstraße 107, Öffnungszeiten unter www.hofpfisterei.de

KaDeWe

Möchte man in der Schlemmerabteilung im 6. Stock Brot erstehen, hat man die Qual der Wahl. "Deutsch oder französisch", fragt die Verkäuferin den Unkundigen. An der französischen Theke von "Lenotre" stechen einem die vielen verschiedenen Baguette-Sorten ins Auge, aber auch die 28 verschiedenen Brötchen und Brote, darunter Pain aux Onions, au Lard oder au Raisin. An der deutschen Theke gibt's sogar 40 verschiedene Brotlaiber, darunter leckere Wecken von Märkisches Landbrot, Bio-Kost von Falkner, aber auch Spezialitäten wie Hefezopf, Schweizer Semmeln, Kümmelstangen oder Zwiebel-Kaviar-Brot.

KaDeWe, Tauentzienstraße 21-24, Tel. 2121-0, Mo.-Do., 10-22 Uhr, Fr. 10-21 Uhr, Sbd. 9.30-20 Uhr, www.kadewe.de

Grannys Backery

Inhaber Ron Perduss backt sein Brot nicht nur in Handarbeit, sondern auch nach alter Tradition und den Rezepten seiner Omi. Die 25 Brotsorten und zehn verschiedenen Brötchen werden ausschließlich in "Bio"-Qualität hergestellt, das heißt ohne Zusätze oder Backmischungen. Die Backwaren bekommt man im Laden an der Torstraße, wo sich auch die Backstube befindet, sowie auf zahlreichen Wochenmärkten wie Hermannplatz, Boxhagener Platz oder Zionskirchplatz. Außerdem kann man sich auf der Homepage beim "Brotkonfigurator" sein persönliches Brot zusammenstellen lassen.

Filialen: Torstraße 94 und Schliemannstraße 19, Tel. 40 57 47 00, Wochenmärkte und Brotkonfigurator unter www.grannys-backstube.de

Weichardt Bäckerei

Weichardt ist einer der ersten Vollkornbäckerei Berlins, denn Inhaber Heinz Weichardt bäckt seit 1977 Brot nach dem Vorbild des Antroposophen Rudolf Steiner. In den vier Filialen bekommen Gourmets und Gesundheitsfans das beliebte Demeter-Brot. 15 Kilo Demeter-Getreide wird jeden Monat vermahlen und zwar in den besonders sanften Mahlsteinen aus den Sextener Dolomiten. "Sonne, Korn und Liebe zum Handwerk sind Basis unserer Qualität" lautet das Motto der Bäckerei. Das Kinderbrötchen mit Honiggeschmack hat wohl Generationen von Westberliner Kids geprägt, aber auch das Bauernbrot, das Gemüsebrot oder das Walnußbrot geht weg wie warme Semmeln.

Filialen: Mehlitzstraße 7, Clayallee 333, Schüterstraße 14, Windscheidstraße 5, Öffnungszeiten unter www.weichardt.de

Soluna Brot & Öl

Einige sagen, hier gäbe es das beste Brot der Stadt. Fest steht, dass der Sauerteig bei "Soluna" noch von Hand gewalkt und danach im Tonofen gebacken wird– was man schmeckt. Besonders lecker sind "Rundling", das dunkle "Vinschgauer" und das "Buttermilchbrot", das auf Lorbeeren gebacken wird. Saisonal werden Spezialitäten angeboten, wie Brot mit Holunder oder Thymian. Auch die selbst hergestellten Öle von Inhaber Peter Kann finden reißenden Absatz. Beachten Sie bitte die ungewöhnlichen Öffnungszeiten!

Gneisenaustraße 58, Mo.-Fr. 13-19 Uhr, Sbd. 8-16 Uhr, http://brotundoel.de

Bäckerei Hacker

Die Bäckerei Hacker ist ein Traditionsunternehmen, das die DDR überlebt hat. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, nicht nur was das herrlich altmodische Ambiente angeht. Bei Sonnenaufgang weht der Duft von frischem Brot durch die Stargarder Straße, statt "Aufbackware" bekommt der Frühaufsteher frische, saftige, warme Brötchen handgefertigt und in Bio-Qualität – zu einem Spottpreis. Von Splitterbrötchen bis Sexkornbrot (das heißt wirklich so) reicht das Sortiment, nur Croissants gibt's nicht, schließlich ist man ja in "Balin" und nicht Paris.

Stargarder Straße 69/70, Tel. 4455173, Mo.-Fr., 7-18.30 Uhr, Sbd., 6-14 Uhr

Brot & Butter

Die Bäckerei hat nichts mit der Modemesse "Bread & Butter" zu tun, sondern mit dem Versandhaus "Manufactum". "Es gibt sie noch, die guten Dinge" lautet deren Motto und das gilt auch für das Kulinarische. Das Geschäft an der Hardenbergstraße ist rund um den Backofen gebaut, denn hier wird das Brot selbst hergestellt, von der Bereitung und der langwierigen Führung des Sauerteiges bis zum langsamen Ausbacken der Brote in einem Ofen aus Eifeler Tuffstein. Und das Manufactum Sauerteigbrot hat es in sich: mit feiner Krume und kräftiger Kruste.

Hardenbergstraße 4-5, Mo.-Fr., 10-20 Uhr, Sbd., 10-18 Uhr, Tel. 26 30 03 46, www.manufactum.de

BioBackHaus

Die Anfänge der Bäckerei gehen auf das Jahr 1978 zurück, als ein alternatives Kollektiv den "Brotgarten" in Charlottenburg gründete. Daraus ging dann 1980 das "BackHaus" von Hans Leib hervor, das sich in der Nassauischen Straße niederließ. Das Jugendstil-Interieur und der uralte Verkaufstresen sorgen für eine mondänes Ambiente, die Bio-Qualität und der unvergleichliche Geschmack der Backwaren für den guten Ruf – so listete die Gourmet-Bibel "Der Feinschmecker" das Geschäft bereits Mitte der 90er-Jahre unter die zehn besten Bäckereien der Republik. Inzwischen besitzt der Bäckermeister und Ingenieur für Lebensmitteltechnik neun Filialen, einige Marktständen und ist Lieferant für Naturkostläden, Reformhäusern und Kantinen – der Qualität des Brotes hat das jedoch keinen Abbruch getan.

Rüdesheimerstraße 8, Mo.-Fr., 7-18.30 Uhr, Sbd., 7-16 Uhr, So. 8-16 Uhr, Tel. 821 50 53, www.das-biobackhaus.de

Bäckerei Kädtler

Die Bäckerei von Stefan Kädtler hat es nicht notwendig sich als "Bio" zu bezeichnen, schließlich sind seine Getreide-Produkte "koscher". Doch wie kommt ein nicht-jüdischer Bäcker dazu "koscher" zu backen? Kädtler, Bäcker in der dritten Generation, verwendet seit jeher nur Brot, Mehl, Wasser, Salz und Hefe für seine Backwaren, in 20 Stunden wird der Sauerteig gefertigt, danach wird jedes Stück in Handarbeit geformt. Das kam 2001 dem Rabbiner der jüdischen Gemeinde in Berlin zu Ohren und er bat Kädtler um koscheres Brot. Seitdem stellt Kädtler nach streng koscherer Vorschrift seine Produkte her, trennt Pflanzliches und Tierisches und verwendet eigens Zutaten aus Antwerpen und Straßburg. Dadurch sind seine Kuchen, Kekse und Brötchen nicht nur koscher, sondern auch geeignet für Menschen mit Laktoseunverträglichkeit.

Danziger Straße 135 (Nähe Greifswalder Straße), Mo.-Fr., 6-18.30 Uhr, Sbd. 7-12 Uhr, Tel. 423 32 33, www.kaedtler.de

Beumer & Lutum

Die Bio-Bäckerei "Beumer & Lutum" ist eine der erfolgreichsten der Stadt. Ihr Motto lautet "natürlich regional", daher werden überwiegend Zutaten aus dem Berliner Umland verwendet. Vom kontrolliert, biologischen Anbau des Getreides bis zu Bio-Strom und Wärmerückgewinnung in der Backstube reicht die "grüne Seele". Dass "Bio" aber nicht unbedingt dunkles Brot bedeuten muss, zeigen die saftigen, hellen Brotwecken. Alle Backwaren werden nach Originalrezepten gefertigt und so schmeckt die Laugenbrezel nach Bayern, das Croissant nach Frankreich und das Hasenbrötchen nach Karotten.

Zossener Straße 34, Cuvrystraße 22, WaldCafé im Wasserwerk Riemeisterfenn, Onkel-Tom-Straße 200, www.beumer-lutum.de

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