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Architektur
Entwürfe für das Berliner Stadtschloss
Dienstag, 3. Februar 2009 15:49| Zurück | Bild 1 von 31 | Weiter |
Foto: Kleihues + Kleihues Gesellschaft von Architekten mbH
Mit einem dritten Preis und einer Prämie von 30.000 Euro ausgezeichnet wurde die Arbeit des Berliner Büros Kleihues + Kleihues. Der Entwurf sieht im Schlüterhof eine konsequent moderne Naturstein-Fassade vor, die bei der Jury gut ankam. „Versunkenen Gärten“ beleuchten und belüften das Untergeschoss, in dem sich die Ausstellungsbereiche befinden.
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Foto: Prof. Kollhoff Generalplanungs GmbH
Diese postmodern verspielte zentrale Veranstaltungshalle hätte man von Hans Kollhoff, den sonst seine Liebe zur klassischen Baugestaltung auszeichnet, eigentlich nicht erwartet. Die Jury zeichnete Kollhoff dafür mit einem der vier dritten Preise (30.000 Euro) aus. Die Außenfassaden gestaltet Kollhoff jedoch in gewohnt klassischer Manier.
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Foto: Maria Grazia Eccheli e Riccardo Campagnola Architetti
Einen der vier mit 30.000 Euro dotierten dritten Preise hat das Büro Eccheli e Campagnola Architekten (Verona) gewonnen. Der Entwurf sieht sowohl den Wiederaufbau des Apothekerflügels an der Spree als auch eine Schlosskuppel vor. Die jedoch gefiel der Jury nicht besonders. Sie wirke, so die Juroren in ihrer Beurteilung, als sei sie „eben zerstört worden“.
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Foto: Prof. Christoph Mäckler Architekten
Der Frankfurter Architekt Christoph Mäckler gewann mit seinem Entwurf ebenfalls einen dritten Preis (30.000 Euro). Im Schlüterhof orientierte sich Mäckler auch im nicht rekonstruierten Ostflügel an der historischen Schlossfassade. Die so entstandenen Kolonnaden fand die Jury allerdings „nicht überzeugend und zu schematisch“.
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Foto: Konermann Siegmund Architekten
Ein Gewächshaus an Stelle eines massiven Gebäuderiegels an der frei zu gestaltenden Ostseite schlägt das Büro Konermann Siegmund Architekten aus Hamburg vor. Eine Reminiszenz an den Forschungsreisenden Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt (14. 9. 1769 – 6. 5. 1859). Dieser war unter anderem Botaniker von Weltrang.
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Foto: NPS Tchoban Voss Architekten
Das Preisgericht würdigt den Entwurf des Berliner Büros NPS Tchoban Voss mit einem „Ankauf“ (10.000 Euro). Die Architekten schlagen vor, einen geschlossenen, modernen Gebäudekubus an den Schlüterhof zu setzen. Dessen Fassade soll als Multimediafassade nutzbar gemacht werden. Sergej Tchoban schlägt zudem auch für den Ostflügel eine Barockfassade vor.
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Foto: Reimar Herbst Architekten
Mit einem Ankauf (10.000 Euro) wurde das Büro Reimar Herbst Architekten (Berlin) bedacht. Die Agora wurde im Apothekerflügel untergebracht. Die Verlegung der Hauptadresse des Schlosses in den Ostflügel wurde vom Preisgericht kontrovers diskutiert. Die Kuppel soll, wie beim Reichstag, Besuchern einen Panoramablick über Berlin gewähren.
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Foto: Vahjen + Partner
Das Metallgewebe, mit dem das Büro Vahjen + Partner (Braunschweig) den Ostflügel versehen, soll an die golden verspiegelte Fassade des Palastes der Republik erinnern. Das ist nicht die einzige Reminiszenz an "Erichs Lampenladen": Im Multifunktionssaal wollen die Architekten Einrichtungsgegenstände aus dem Volkskammersaal verwenden.
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Foto: Hecker & Schlenkhoff Architekten
Viel Arbeit für die Fensterputzer: Die Architektengemeinschaft Hecker Schlenkhoff hat den großen Eosanderhof zur ganzjährigen Nutzung mit einer leichten, flachgewölbten Glasmembrane überspannt. Von außen sei die Konstruktion nicht wahrnehmbar, versprechen die Architekten. Die Schlosskuppel besteht ebenfalls im Wesentlichen aus Glas.
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Foto: Max Dudler Berlin in ARGE mit Uberto Siola Napoli
Ein Gruß in Richtung Brandenburger Tor: Die Rotunde über dem Eosanderhof hat starke Ähnlichkeit mit der auf dem Dach der amerikanischen Botschaft am Pariser Platz. Sie ersetzt die vorgeschriebene Kuppel. Erdacht hat sie der Architekt Max Dudler in Zusammenarbeit mit Uberto Siola. Die Relieffassade am Apothekerflügel hat italienische Vorbilder.
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Foto: Haslob + Partner
Der moderne Ostflügel verbirgt sich hinter einer Fassade aus Glas mit einem vorhang aus goldglänzenden Zierelementen. Aus der Distanz erinnert das Gebäude deshalb an den Palast der Republik, dessen Fenster mit einer goldenen Folie verspiegelt waren. Auch im Schlüterhof ist der Neubau des Bremer Büros Haslob Kruse & Partner entsprechend gestaltet.
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Foto: ASP Architekten Schneider Meyer Partner
Das monumentale Foyer wirkt wirkt wie die Abflughalle des Flughafens Tempelhofs, in die die umstrittene Treppenanlage des britische Star-Architekten dAvid Chipperfield aus dem Neuen Museum implantiert wurde. Sie bietet Platz für ein ganzes Dutzend Trojanischer Pferde. Dieser Vorschlag stammt aus dem Büro ASP Architekten Schneider Meyer Partner aus Hannover.
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Foto: PSP Pysall Stahrenberg & Partner
Die Arbeit aus dem Büro Pysall Stahrenberg & Partner (Berlin) orientiert sich am Pariser Louvre. Wie dort soll auch im Berliner Humboldtforum das zentrale Eingangsgebäude im Schlossinneren liegen. Der Ostflügel bekommt zur Spree hin einen durchgängigen Arkadengang und die Kuppel ist nur als kleiner Knubbel über dem Hauptportal angedeutet.
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Foto: Hilmer & Sattler und Albrecht Gesellschaft von Architekten mbH
Das Berliner Büro von Hilmer & Sattler und Albrecht lässt den Flaneuren zwischen Lustgarten und Nikolaiviertel viel Platz an der Spree und hat auch gleich noch einen Anlegeplatz für Ausflugsdampfer vorgesehen. Kein Zufall: Das Büro hat sich die starke Orientierung an dem Charakter der klassischen europäischen Stadt auf die Fahnen geschrieben.
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Foto: ARGE Thoma Architekten & KLP Berlin
Die Arbeitsgemeinschaft der Büros Thoma und KLP Berlin will auf die Kuppel verzichten. Stattdessen ragt aus dem Inneren des Gebäudes ein massiver Steinquader heraus. Dabei handelt es sich um einen frei stehenden Turm im Eosanderhof. Im inneren soll nach den Vorstellungen die Bibliothek, die „Schatzkiste des Wissens“ untergebracht werden.
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Foto: Kuehn Malvezzi
Eine öffentlich zugängliche Halle von beeindruckenden Ausmaßen hat das Büro Kuehn Malvezzi Architekten aus Berlin entworfen. Die Jury war von dieser Arbeit so beeindruckt, dass sie ihr einen mit 60.000 Euro dotierten Sonderpreis zuerkannt hat. Die Berliner hatten zwar die Vorgaben des Wettbewerbs ignoriert und auf die historische Kuppel verzichtet. Ihr Vorschlag eines leicht anmutenden Glasaufbaus über dem Eosanderhof, der dadurch ganzjährig nutzbar ist, überzeugte das Preisgericht aber dennoch.
Die unverputzten Ziegelwände im Inneren sind auch draußen am Gebäude als Interims-Fassade zu sehen. Da die barocken Fassadenelemente erst in langjähriger Handwerksarbeit entstehen, würde der roten Ziegelbau erst nach und nach verschwinden.
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Foto: Schulz & Schulz
Das Büro Schulz & Schulz aus Leipzig setzt dem Schloss eine leuchtende Pyramide an Stelle der historischen Kuppel auf. Der Apothekerflügel sowie die gesamte Ostfassade setzen auf deutliche Kontraste zur Barockfassade: Sie sind mit einer strengen Rasterfassade versehen. Im Schlüterhof stoßen die beiden Baustile unvermittelt aufeinander.
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Foto: Behles & Jochimsen Architekten
Behles & Jochimsen: Eine großzügige Freitreppe vor dem Ostflügel an der Spree sorgt für Venedig-Atmosphäre. Auf eine moderne Ostfassade wurde verzichtet. Das erinnert an die Fassadenkulisse aus Planen, die Schloss-Förderer Wilhelm von Boddien seinerzeit errichten ließ, um die Notwendigkeit eines Schlosses an dieser Stelle zu demonstrieren.
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Foto: raumzeit mit mstp
Die Berliner Planergemeinschaft Raumzeit mit mstp will an der Ostseite an die historische Bebauung an der Spree erinnern. In moderner Form wollen die Architekten an den Kapellenturm, das Herzoginnenhaus, die Nehringsche Galerie und den Kurfürstenbau anknüpfen. Direkt am Ufer bleibt Platz für eine Promenade. .
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Foto: Titus Bernhard Architekten Augsburg
Mit einer modernen Ostfassade und einem gläsernen Archiv im Inneren des Gebäudes will das Architekturbüro Titus Bernhard aus Augsburg die Schlossfassaden ergänzen. Die gläsernen Archive sollen dabei wie „strahlende Leuchtkörper“ wirken. Die Agora mit dem großen Treppenhaus im Zentrum wirkt jedoch reichlich gedrängt.
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Foto: Georg Scheel Wetzel Architekten
Die Idee, den enormen Raumbedarf des Humboldt-Forums in den Untergrund zu befriedigen, hat die Arbeitsgemeinschaft aus den Büros Georg Scheel Wetzel Architekten und van der Donk Architekten konsequent umgesetzt. Wie riesige Aussichtsfenster in die Tiefe gewähren Lichthöfe auf dem Schlossplatz den Passanten Einblick.
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Foto: fs-architekten Paul Schröder Architekt
Nach den Plänen des Darmstädter Büros fs-Architekten Paul Schröder stößt im Schlüterhof ein gewaltiger Betonkoloss auf die historische Fassadengestaltung. Wie die Gewinner des Sonderpreises aus dem Büro Kuehn Malvezzi verzichten auch die Darmstädter auf eine Schlosskuppel. Stattdessen überspannt ein Glasdach den Eosanderhof.
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Foto: Architekturbüro Ganz
Eine Sternwarte als Schlosskuppel: So sieht die Vision des Architekturbüros Ganz aus Berlin für das Humboldt-Forum aus. Ferner soll an der Nordostecke des Gebäudes ein dreigeschossiger Solitär entstehen. Die Architekten schlagen vor, dort zunächst die geplante Humboldt-Box und später eine Schau über die Gebrüder Humboldt unterzubringen.
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Foto: Tobias Nöfer Architekten
Tobias Nöfer (Berlin, in Zusammenarbeit mit Rainer Morawietz) schafft einen neuen Zugang zum Humboldt-Forum an der Ostseite. Über eine Fußgängerbrücke über die Spree gelangen die Besucher in den modern gestalteten Ostflügel. Das Treppenhaus hinter dem gläsernen Portal erinnert an die Treppenanlage im Palast der Republik. Dessen letzte Reste wurden erst vor wenigen Wochen entsorgt.
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Foto: Prof. Bernd Albers
Einen Glockenturm, der wie der weltberühmte Campanile am Markusplatz in Venedig ein neues Wahrzeichen der Stadt werden könnte. So sieht die Vision des Architekten Bernd Albers für den Schlossplatz aus. Die Schlosskuppel über dem Hauptportal hat Albers, genau wie der Wettbewerbssieger Franco Stella, ganz nach dem historischen Vorbild gestaltet.
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Foto: Böge Lindner Architekten
Eine Aussichtsplattform schwebt über dem Humboldtforum. Diese futuristische Vision stammt vom Hamburger Büro Böge Lindner Architekten. Ob man das noch als Kuppel gelten lassen kann? Die Jury zeichnete diese originelle Arbeit zwar nicht mit einem Preis aus, wählte den Entwurf aber immerhin noch in die zweite Runde.
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Foto: KSV Krüger Schuberth Vandreike
Die Reichstagskuppel lässt grüßen: Das Architekturbüro KSV Krüger Schuberth Vandreike aus Berlin schlägt eine gläserne Aussichtskuppel vor. Diese weist in Form und Funktion starke Ähnlichkeit mit der gläsernen begehbaren Kuppel auf, die Stararchitekt Sir Norman Foster in den 1990er-Jahren für den Reichstag entworfen hatte.
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Foto: Kaspar Kraemer Architekten
Der Beitrag des Kölner Büros Kaspar Kraemer Architekten schafft im Schlüterhof einen effektvollen Platz für Konzerte. Der ehemalige Präsident des Bundes Deutscher Architekten fühlt sich „einer Architekturhaltung verpflichtet, die auf der kritischen Rückbesinnung nach klassischen Prinzipien beruht“, schreibt er auf seiner Internetseite. Man sieht’s.
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Foto: B & H Architekten
Vorbild Wespennest: Die wabenartige Überdachung der riesigen Eingangshalle wirkt wie von der Natur abgeschaut. Außerdem schlagen die Architekten des Berliner Büros B + H Architekten vor, unmittelbar an den neu zu gestaltenden Ostflügel eine riesige Freitreppe zu setzen. Als Belohnung winkt den Erklimmern von dort ein Panoramablick auf den Fernsehturm.
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Foto: BM Bau
Der in Deutschland weitgehend unbekannte Architekturprofessor Franco Stella hat den Wettbewerb zum Bau des Humboldt-Forums gewonnen. Die international besetzte Jury sprach ihm einstimmig den mit 100.000 Euro dotierten ersten Preis zu. Die Juroren lobten den Entwurf als „zurückhaltend elegant“. Natürlich meldeten sich gleich nach Bekanntmachung des Wettbewerbsergebnisses auch die Kritiker zu Wort. Ihnen erscheint die streng gerasterte Fassade des Ostflügels „mutlos“ und „kaltherzig“. Der Stella-Entwurf muss nun noch den Bundestag passieren. Es gilt als sicher, dass er die nötige Zustimmung erhält. Schließlich hat der Italiener alle Vorgaben des Bundestags zum Bau des Humboldt-Forums berücksichtigt.





































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