Heute fällt die Entscheidung zur Gestaltung des Humboldt-Forums – und des Berliner Stadtschlosses. Im Laufe der Debatte,waren nicht alle für die Rekonstruktion der Barockfassade. Morgenpost Online erinnert an die Gegenvorschläge.
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Ein Modell des Stadtschlosses in seiner historischen Form. In Anlehnung an das Original soll die barocke Fassade des neuen Humboldtforums gestaltet werden.
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Der Architekt Wolf Rüdiger Borchardt hatte 1998 dieses neue Schloss entworfen, der bei Anhängern eines klassischen Kompromisses sehr beliebt war. Er hätte ein halbes Schloss gebaut mit einem modernen Anbau.
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Der Kölner Architekt Thomas van den Valentyn hatte sich ein gläsernes Schloss vorgestellt. 1998 entwarf er diesen pastellfarben schimmernden Bau.
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Strengster Neoklassizismus: Dieser Vorschlag der Architekten Patzschke, die auch das Hotel Adlon entwarfen, stammt aus dem "Interessenbekundungsverfahren" aus dem Jahr 1998.
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Ganz vom Schloss Abstand nahm Stararchitekt Sir Norman Foster. Er wollte 1996 aus dem Schlossplatz einen Volksspielplatz unter Riesenschirmen machen...
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...zum Beispiel für Beachvolleyball.
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Die Mauer ist ohne Zweifel ein wichtiges Motiv der Berliner Architekturgeschichte. Aber lässt sich daraus für die Mitte der Stadt formen? Ein Entwurf des Büros Eckert Negwer Sommer Suselbeek aus Berlin von 1996.
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So plant der Senat den Verkehr: Die Straße zwischen Lustgarten und Humboldt-Forum wird gepflastert, zwei Fußgängerampeln werden eingerichtet.
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So sahen das Stadtschloss und der Lustgarten einst aus.
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Das Innere war noch prächtiger als das Äußere.
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Die Rote Kammer des unter König Friedrich I. ab 1699 erbauten Schlosses.
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Allein das Treppenhaus war beeindruckend.
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Das Vorzimmer zum Arbeitszimmer mit Einrichtung von 1893, es wurde als Gästezimmer genutzt.
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1926 war das Schreibzimmer Friedrichs des Grossen rekonstruiert. Es diente unter Friedrich Wilhelm IV. als Schreibzimmer der Königin Elisabeth und unter Kaiser Wilhelm II. als Gästezimmer.
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Im Krieg wurde das Schloss beschädigt, aber nicht zerstört. Die DDR-Führung entschied dennoch, es zu sprengen.
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Am 7. September 1950 wurde mit der Sprengung begonnen. Kurz darauf war vom Schloss nichts mehr zu sehen.
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An seiner Stelle wurde der Palast der Republik als Parlamentsgebäude mit Konzertsaal gebaut.
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1993 umgab eine Plastikfolie den Palast und machten ihn zum Schloss.
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Nun ist das asbestverseuchte DDR-Gebäude fast nicht mehr da. Der Weg ist frei für ein neues Schloss.
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Im Architektenwettbewerb Humboldt-Forum zur Bebauung des Schlossplatzes fällt am Freitag die Entscheidung. In dem Wettbewerb geht es um einen Entwurf für ein Gebäude auf dem Schlossplatz, der die Vorgaben des Bundestags - Wiedererrichtung der barocken Fassaden des Stadtschlosses auf drei Seiten und die Möglichkeit der Einbeziehung historischer Raumgefüge sowie eine Kuppel - umsetzt. Zudem ist eine Innenlösung gefragt, die es der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ermöglicht, ihre außereuropäischen Sammlungen zu präsentieren. Der Bau darf inklusive Erstausstattung nicht mehr als 552 Millionen Euro kosten.
Man kann nicht behaupten, dass es keine Alternativen gab. Wenn jetzt im
Vorfeld der heutigen Entscheidung im Schloss-Wettbewerb wieder bedauert
wurde, dass „neue, innovative Ideen“ keine Chance gehabt hätten, dann stellt
sich die Frage, wo diese Kritiker die letzten 15 Jahre gelebt haben. Über 50
Entwürfe zum Teil renomm...