Kommentar
Obamas Träumerei in Berlin
Freitag, 25. Juli 2008 10:30 - Von Jochim StoltenbergIn seiner Rede an der Siegessäule verkündet seine Vision von einer neuen friedlichen Welt in Freiheit, ohne Atomwaffen, ohne religiöse Feindschaften und ohne Hunger. Angesichts der Realitäten in dieser Welt klang dabei zuviel Idealismus, zuviel Träumerei durch; man kann auch sagen: Weltfremdheit.
Das klang alles wunderbar; eine Verkündigung für eine neue, bessere Welt. Und
Barack Obamas Wahlkampfrede in der deutschen Hauptstadt war so recht nach
dem Geschmack der Berliner. In Anlehnung an den Appell des legendären
Bürgermeisters Ernst Reuter während der sowjetischen Berlin-Blockade rief
der Senator aus Illinois den Menschen ...

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