Kein Einzelfall
Berlin und seine Störer
Samstag, 5. Juli 2008 15:43Sie pöbeln, irritieren und zerstören. Immer wieder machen sich Menschen in Berlin bekannt, indem sie wichtige Veranstaltungen mit vielen Besuchern stören. Der Angriff auf die Hilter-Figur im Wachsfigurenkabinett war da nur ein Fall von vielen. "Wetten, dass..?", Gottesdienste und Ausstellungen waren schon betroffen.
Sie sägten dem Weihnachtsbaum an der Gedächtniskirche die Spitze ab und pöbelten bei „Wetten, dass..?“. Querulanten sind in Berlin keine Seltenheit. Am bekanntesten waren die zwei „Kirchenstörer“, die Gottesdienste und öffentliche Veranstaltungen durch Zwischenrufe boykottierten. Es ist wohl ein Großstadt-Phänomen: Wo viele Menschen leben, sind auch viele Unruhestifter.
Früher gab es zudem Störaktionen bei den öffentlichen Gelöbnissen der Bundeswehr in Berlin – politisch motiviert. Zur Freude der linken Szene gelang es 2001 zwei Frauen, sich als Töchter des damaligen Verteidigungsministers Rudolf Scharping (SPD) auszugeben und sich im Mercedes bis zum Zeremoniegelände chauffieren zu lassen.
Und nun riss also ein Kreuzberger nur fünf Minuten nach Eröffnung der Ausstellung der Hitler-Figur im Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds den Kopf ab. Dem Besucheransturm tat dies allerdings keinen Abbruch.dpa























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