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Messegelände

Deutschlandhalle soll erst 2011 fallen

Das Internationale Congresscentrum (ICC) bleibt, dafür wird aber die Deutschlandhalle abgerissen, so viel steht fest. Doch offen ist noch, wann die Eissporthalle fallen wird. Die Mehrheit der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf sprach sich nun für eine Erhalt bis 2011 aus. Nur die FDP ist dagegen.

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Denkmalgeschützte Deutschlandhalle geschlossen
Foto: Zentralbild
Die Deutschlandhalle wurde 1935 zu den Olympischen Spielen von Franz Orthmann und Fritz Wiemer für 10.000 Zuschauer als "größte Mehrzweckhalle der Welt" errichtet.

Die Deutschlandhalle soll erst dann abgerissen werden, wenn die Eissportler ihre neue Halle an der Glockenturmstraße nutzen können. Das fordern parteiübergreifend die Mitglieder der Bezirksverordneten-Versammlung (BVV) Charlottenburg-Wilmersdorf. Nur die FDP stimmte nicht zu. Nach Meinung der anderen Parteien sollte es einen "Abriss auf Vorrat" schon deshalb nicht geben, um den Eissportlern bis zur geplanten Fertigstellung der Ersatzhalle 2011 keine jahrelange Heimatlosigkeit zuzumuten.

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Das werde die SPD nicht widerstandslos hinnehmen. Der sportpolitische Sprecher der CDU-Fraktion Carsten Engelmann monierte, dass der Senat zeitgleich mit der Bereitstellung von elf Millionen für die neue Halle im nächsten Jahr auch der Messe Berlin das Geld für den Abriss der Deutschlandhalle freigeben will. "Das könnte für die Eissportler bereits Mitte 2009 das Ende ihrer Arbeit in der Deutschlandhalle bedeuten", kritisiert er.

Die Vermutung der FDP, dass "durch die Hintertür" versucht werde, den Betrieb in der Deutschlandhalle aufrechtzuerhalten, wies Engelmann zurück: "Uns geht es darum, dass wir das zwei Jahre langes Provisorium für die Eissportler ablehnen. Sport-Staatssekretär Thomas Härtel erkundigt sich schon bei Firmen in Siemensstadt nach freistehenden Fabrikhallen. Doch es gibt bislang keine möglichen Ersatzstandorte."

Die BVV beauftragte das Bezirksamt, sich beim Senat dafür einzusetzen, dass die Deutschlandhalle nicht abgerissen wird, bevor die Ersatzsporthalle mit zwei Standardeisflächen errichtet ist. Die neue Eissporthalle soll auf dem landeseigenen Parkplatz nahe der Waldbühne gebaut werden. Die Anlage soll wie bislang die Deutschlandhalle auch dem organisierten Eissport für den Trainings- und Wettkampfbetrieb dienen. Etwa 800 Amateur-Eishockeyspieler - das Gros Kinder und Jugendliche - nutzen sie.

Die 1935 errichtete und 1956/57 wieder aufgebaute Deutschlandhalle war für mehr als 4,5 Millionen Euro 2001 als Interims-Ersatz für die Eissporthalle an der Jafféstraße umgebaut worden. Die Halle Jafféstraße musste damals dem Südeingang der Messe weichen.

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