Prozess in Berlin

Sexuell belästigt und gestohlen: 38 Taten in drei Monaten

Der 33-Jährige fasste Passantinnen an Brüste und Gesäß und stahl in Supermärkten. Nun gestand er die 38 Straftaten weitgehend.

Der Angeklagte sagte, er könne sich nicht an alle Taten erinnern

Der Angeklagte sagte, er könne sich nicht an alle Taten erinnern

Foto: Uli Deck / dpa

Nach einer Serie von 38 Straftaten in einem Vierteljahr hat der Angeklagte vor dem Berliner Landgericht weitgehend gestanden. Er habe stadtweit in Supermärkten und Drogerien gestohlen sowie mehreren Passantinnen gegen ihren Willen an das Gesäß oder die Brüste gefasst, erklärte der 33-Jährige zu Prozessbeginn am Freitag. In einigen Fällen habe er Frauen, die sich wehrten, mit der flachen Hand geschlagen.

Die Anklage geht von Taten in der Zeit von Juli bis Oktober 2016 aus. Die Serie habe mit Diebstählen von Lebensmitteln, Bekleidung sowie Kosmetikartikeln begonnen. Ab September sei der 33-Jährige auch durch Belästigungen aufgefallen. Der erste Übergriff auf der Straße habe sich gegen eine 14-jährige Schülerin gerichtet. Der Angeklagte habe das Mädchen auf die Wange geküsst.

Der 33-Jährige erklärte, er habe damals "viel und regelmäßig Alkohol getrunken". Er könne sich nicht an alle Taten erinnern, schließe aber ihm zur Last gelegte Schläge mit der Faust sowie exhibitionistische Handlungen aus. Der Prozess wegen Diebstahls in 18 Fällen, Nötigung, Körperverletzung und Sachbeschädigung wird am 25. April fortgesetzt.

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