Terror in Berlin

Sonderbeauftragter soll nach Anschlag für Aufklärung sorgen

Nach dem Attentat auf den Breitscheidplatz in Berlin soll ein unabhängiger Experte die Arbeit der Sicherheitsbehörden analysieren.

Nach neuesten Erkenntnissen wurden bei dem Angriff 67 Menschen verletzt

Nach neuesten Erkenntnissen wurden bei dem Angriff 67 Menschen verletzt

Foto: dpa

Ein Sonderbeauftragter soll in Berlin die Arbeit der Sicherheitsbehörden nach dem Anschlag auf den Breitscheidplatz analysieren. Innensenator Andreas Geisel (SPD) sagte am Montag, er werde dem Senat dafür einen externen, unabhängigen Experten vorschlagen.

Er erhoffe sich Erkenntnisse, wie die Arbeit der Sicherheitsbehörden verbessert werden kann. "Es gibt nichts zu verheimlichen." Daneben werde derzeit eine "Innensicht" der Sicherheitsbehörden als weiterer Baustein zur Aufklärung erarbeitet.

Der Tunesier Anis Amri hatte am 19. Dezember einen Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gesteuert. Er wurde auf der Flucht von italienischen Polizisten erschossen.

Nach neuesten Erkenntnissen wurden bei dem Anschlag 67 Menschen verletzt. Dies gab Polizeivize-Präsidentin Margarete Koppers im Ausschuss bekannt. Sie bezog sich auf Erkenntnisse des Bundeskriminalamtes. Es seien nun auch Menschen erfasst worden, die zunächst nicht im Krankenhaus waren und sich privat behandeln ließen.

Indes hat die türkische Polizei drei Verdächtige am Istanbuler Flughafen Atatürk festgenommen, die in Verbindung zum Attentäter Amri gestanden haben sollen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Die Drei seien deutsche Staatsbürger mit libanesischen Wurzeln, hieß es.

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