Baumaßnahme

Bau von Flüchtlingsunterkünften am Tempelhofer Feld startet

Auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Temelhof beginnen die Bauarbeiten. Land will Unterkünfte demnächst selbst betreiben.

Rund 1100 Menschen sollen in den Wohncontainern am Rand der großen Freifläche vorübergehend ein Zuhause finden

Rund 1100 Menschen sollen in den Wohncontainern am Rand der großen Freifläche vorübergehend ein Zuhause finden

In der kommenden Woche werden auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof Unterkünfte für Flüchtlinge gebaut. Rund 1100 Menschen sollen in den Wohncontainern am Rand der großen Freifläche vorübergehend ein Zuhause finden, wie das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten am Dienstag mitteilte. Neben Wohnungen werden auch Verwaltungs- und Seminarräume eingerichtet. Die Siedlung soll im Juli fertig sein und maximal bis Ende 2019 bestehen bleiben.

Flüchtlingsunterkünfte in eigener Regie betreiben

Die rot-rot-grüne Berliner Landesregierung plant, die Flüchtlinge so schnell wie möglich aus den Notunterkünften in Fertighaus- oder Containersiedlungen umzusiedeln. Nach Stand von Januar sollen 32 Fertighausblocks und 23 Containersiedlungen entstehen. Sobald die Turnhallen geräumt sind, sollten die Flüchtlinge auch aus den Hangars im Flughafen Tempelhof und aus dem Kongresszentrum ICC ausziehen.

In diesem Zusammenhang plant die Landesregierung, Flüchtlingsunterkünfte in Berlin künftig in Eigenregie zu betreiben. Auf diese Weise soll das Land in die Lage versetzt werden, in Notsituationen schneller und flexibler reagieren zu können, sagten Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) und Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) am Dienstag in Berlin. Geplant ist demnach in den kommenden Monaten der Aufbau einer landeseigenen Gesellschaft, die bis zu drei Unterkünfte für bis zu 700 Menschen insgesamt betreiben soll. Hilfe holt sich das Land dabei aus Hamburg: Etwa 30 Mitarbeiter des dortigen Eigenbetriebs Fördern & Wohnen sollen für einige Monate in Berlin eingesetzt werden.

Mehr zu dem Thema:

Integrationsbeauftragter: Vielfalt bedeutet Berlins Zukunft

Bau verzögert sich: Kraftwerk zu laut für Containerdorf

SEK überprüft Personen an Flüchtlingsunterkunft in Tempelhof

Zur Startseite
© Berliner Morgenpost 2017 – Alle Rechte vorbehalten.