Extremismus

Prozess um den Brandanschlag von Nauen: Plädoyers erwartet

Wagen mit Unterlagen zum Prozess um Brandanschlag in Nauen im Gerichtssaal.

Wagen mit Unterlagen zum Prozess um Brandanschlag in Nauen im Gerichtssaal.

Foto: dpa

Potsdam. Im Prozess um den Brandanschlag von Nauen sollen heute die Plädoyers der Staatsanwaltschaft und der Verteidiger der sechs angeklagten Neonazis gehalten werden. Allerdings muss das Gericht zuvor noch über mehr als ein Dutzend Beweisanträge des angeklagten NPD-Politikers Maik Schneider und seiner Anwälte entscheiden. So sollen weitere Zeugen gehört werden, die Schneider angeblich entlasten könnten. Sollte dem stattgegeben werden, könnte sich der Prozess verzögern. Bislang ist die Verkündung der Urteile Anfang Februar geplant.

Schneider hatte in dem Prozess zugegeben, im August 2015 in Nauen (Havelland) eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Brand gesetzt zu haben. Er sprach allerdings von einem Unfall, weil er die Sporthalle als politisches Zeichen mit dem Feuer nur habe einrußen wollen. Das Feuer will er weitgehend alleine gelegt haben. Den Vorwurf, Schneider habe als Rädelsführer einer kriminellen Vereinigung gehandelt, hat die Staatsanwaltschaft im Laufe des Prozesses bereits fallen gelassen. Die Anklage wirft den fünf mitangeklagten Neonazis allerdings vor, Schneider bei dem Brandanschlag geholfen zu haben.

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