Wahltermin

Bundestagswahl soll am Tag des Berlin-Marathon stattfinden

Die Bundestagswahl soll wohl am 24. September stattfinden. An dem Sonntag läuft auch der Berlin-Marathon durch die Hauptstadt.

Läufer beim Berlin-Marathon 2016

Läufer beim Berlin-Marathon 2016

Foto: Reto Klar

Das Bundeskabinett will in seiner Sitzung am Mittwoch den 24. September als Termin für die Bundestagswahl vorschlagen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstagabend aus Koalitionskreisen in Berlin. Die Dortmunder "Ruhr Nachrichten" (Mittwoch) berichteten unter Berufung auf Regierungskreise, der ursprünglich ebenfalls als möglicher Wahltermin erachtete 17. September sei "vom Tisch".

Auch fast alle der 16 Bundesländer, darunter die bevölkerungsreichen Länder Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern plädierten nach dpa-Informationen für den letzten Sonntag im September als Termin für die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag. Einzig das Land Berlin hatte demnach Bedenken gegen den Termin angemeldet, weil am 24. September auch der Berliner Marathon geplant ist, für den ein großer Teil der Innenstadt gesperrt wird.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) wird dem Kabinett am Mittwoch eine Empfehlung für den 24. September an den Bundespräsidenten vorlegen. Formal trifft die endgültige Entscheidung Joachim Gauck. Es wird davon ausgegangen, dass er den Vorschlag unverändert annimmt.

Senat will Berlin-Marathon nicht verschieben

Der Berliner Senat möchte den bereits lange feststehenden Termin für den Berlin-Marathon am 24. September nicht wegen der Bundestagswahl am selben Tag verschieben. "Wir sehen eine Verschiebung des Berlin-Marathons als schwierig an", sagte der Sprecher von Innensenator Andreas Geisel (SPD), Martin Pallgen. "Wir arbeiten deshalb an einer Lösung, beide Veranstaltungen an einem Tag zu realisieren", sagte Pallgen. Dazu liefen derzeit schon Gespräche mit der Polizei, dem Veranstalter des Marathons, der Landeswahlleiterin und der Senatsverwaltung für Verkehr. Bundestagswahl und Marathon an einem Tag zu organisieren sei "herausfordernd, aber aus unserer Sicht technisch machbar", unterstrich der Sprecher.

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