Berlin

Große Pläne für die City West

Masterplan soll die städtebauliche Entwicklung strukturieren. Auch die Wirtschaft erhofft sich Planungssicherheit

Stefan Evers, der stadtentwicklungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, hatte erst Anfang August bemängelt, dass der Masterplan für das Gelände rund um den Hardenbergplatz am Bahnhof Zoo veraltet ist und eine politische Grundsatzentscheidung angemahnt. Wenige Tage später hatte Katrin Lompscher, Linken-Kandidatin für die City West, beim Rundgang geklagt, dass es bei den vielen Bauvorhaben in der City West an Transparenz fehle und nur wenig öffentlich zur Diskussion gestellt werde: "Da gibt es zu viele verschwiegene Projekte."

Am Montag stellte nun auch Bausenator Andreas Geisel (SPD) vor, wie er die Entwicklung der westlichen Innenstadt in geregelte Bahnen lenken möchte, in der Investoren und Geschäftsleute, aber auch die Bewohner der Quartiere zu ihrem Recht kommen. Im Herbst, aber erst nach der Wahl, will er ein Masterplanverfahren eröffnen. "An vielen Stellen gibt es noch unbeplante Areale, die bislang einzeln betrachtet wurden", sagte der Senator. Ein neuer städtebaulicher Rahmen für den Bereich zwischen Ernst-Reuter-Platz, dem Forschungsstandort Technische Universität, Landwehrkanal und Bahnhof Zoo sei dringend nötig. Dazu gehöre auch eine Neugestaltung des Hardenbergplatzes. "Und zur Aufwertung der City West gehört auch, dass der ICE wieder am Bahnhof Zoo hält", sagte Geisel.

Für dringend erforderlich hält auch die IHK einen Masterplan für die City West. "Schon seit Langem haben wir eine ganzheitliche Entwicklung in Abstimmung mit den lokalen Akteuren gefordert", sagte die stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführerin Melanie Bähr. Damit hätten dann die langjährigen und kleinteiligen Diskussionen hoffentlich ein Ende. "Um Investitionen in der sich positiv entwickelnden City West zu sichern, müssen den Worten nun aber Taten folgen", so Bähr.

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