Berlin

Der neue Blick auf Tempelhof

Das Tower-Gebäude erhält eine Aussichtsplattform. Hangar 1 wird zu einer Eventlocation ausgebaut

Von einer gut 600 Quadratmeter großen Plattform auf dem Flughafen-Tower können Besucher künftig das Treiben auf dem Tempelhofer Feld beobachten. Das stellt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Aussicht. Vor gut einem Jahr hatte sie gemeinsam mit der Tempelhofer Projekt GmbH einen Wettbewerb ausgelobt. Es sollten Lösungsvorschläge für die Gestaltung der Zugangsbereiche, der Dachterrasse und eines Empfangsbereiches mit Ausstellungsflächen und einem Café im 6. Obergeschoss des Kopfbaus West am Tempelhofer Damm erarbeitet werden.

Die Wettbewerbsjury unter dem Berliner Architekten Jörg Springer hat jetzt das Konzept der Architekturbüros mlzd aus der Schweiz zum Sieger gekürt. "Der Entwurf überzeugt durch die stringente Konzeption von Ausstellungsebene und Dachterrasse", so die Jury. Die gestufte Anordnung der Terrasse sowie der Bodenbelag verspreche eine hohe Aufenthaltsqualität.

Mit der Neugestaltung des Towers soll noch 2016 begonnen werden. Die Kosten des Projekts betragen knapp 8,4 Millionen Euro. Da es sich – im Zusammenhang mit der Historie des Gebäudes – um ein Projekt von nationaler Tragweite handelt, stehen auch Fördermittel des Bundes und des Landes bereit.

Der Zeitplan ist straff. Bis 2019 muss es realisiert sein. Neben dem Plattform-Vorhaben gibt es fünf weitere Projekte für die Neugestaltung des Gebäudekomplexes. Hangar 1 wird zu einer Eventlocation ausgebaut. Ab Sommer 2017 wird die Volksbühne die Kulisse für Inszenierungen nutzen. Am Platz der Luftbrücke entsteht ein Besucherzen­trum. Auf einem Teil des 1,2 Kilometer langen Dachs ist eine Open-Air-Galerie geplant. Nicht zuletzt wird das Alliiertenmuseum von Zehlendorf umziehen und mehrere Gebäudeteile belegen. So erfolgt der historische Brückenschlag. Die Tempelhof Projekt GmbH plant, den Gesamtkomplex zu einem Stadtquartier für Kultur und Kreativwirtschaft zu machen.

In der Zollgarage (Zugang Columbiadamm 10) sind die Wettbewerbsarbeiten ausgestellt (Mo.–Fr., 9–19 Uhr, Sbd. 9–16 Uhr, So. 9–14 Uhr).

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