Ernährung

First Lady Daniela Schadt kocht mit Flüchtlingskindern

Die Lebensgefährtin des Bundespräsidenten besucht die Kinderkochschule im FEZ und verrät ihr Lieblingsgericht.

Daniela Schadt, die Lebensgefährtin des Bundespräsidenten, mit Bessan (l.) und Mahmoud beim Kochen im FEZ

Daniela Schadt, die Lebensgefährtin des Bundespräsidenten, mit Bessan (l.) und Mahmoud beim Kochen im FEZ

Foto: Jens Kalaene / dpa

Bessan, Elias und Mahmoud schneiden Möhren. Julian, Mathias und Sven schnippeln Auberginen. Sham und Masha dürfen rühren, als alle Zutaten samt Rinderhack im Topf sind. Bald duftet es wunderbar nach Zimt und Chili.

Die Schüler der Köpenicker Ahorn-Grundschule mit dem Förderschwerpunkt Sprache bilden eines von siebzehn Kochteams, die an diesem Montag das Foyer des Kinder- und Familienzentrums FEZ in der Wuhlheide in eine riesige Küche verwandeln.

Es geht um gesunde Ernährung

Seit fünf Tagen schon wird dort gekocht. Die "Kinderkochschule" ist ein jährlich stattfindendes Projekt des FEZ, das Schüler mit dem Thema gesunde Ernährung vertraut machen will. Es geht um regionale Zutaten, um das gemeinsame Kochen aber auch um das gemeinsame Essen an einem schön gedeckten Tisch. Bis Mittwoch schwingen laut einer FEZ-Sprecherin rund 1800 Kinder aus 24 Grundschulen mit TV- und Profiköchen in Teams den Kochlöffel.

An diesem Montag hilft Daniela Schadt, die Lebensgefährten des Bundespräsidenten Joachim Gauck, beim Kochen. Sie verstärkt das Team der Ahorn-Grundschule, dem auch sechs Kinder einer Willkommensklasse der Schule angehören. Darunter Bessan, Mahmoud, Sham und Masha.

10.051 Kinder in 855 Willkommensklassen

Der Koch des Bundespräsidialamtes, Jan Göran Barth, der schon zum dritten Mal beim Kochen im FEZ dabei sei, habe sie gefragt, ob sie nicht mitmachen wolle, erzählt Daniela Schadt der Berliner Morgenpost. Sie habe sofort zugesagt. "Kochen ist Kommunikation. Gemeinsam zu essen bedeutet, sich zu Hause zu fühlen", sagt sie. Gerade für Kinder aus Kriegsgebieten, die Schlimmes erlebt und alles verloren hätten, sei es wichtig, sich dazugehörig fühlen zu können.

Petra Claußnitzer, Lehrerin der Willkommensklasse, sagt, dass die Flüchtlingskinder sich schnell an der Schule integriert und bereits gut Deutsch gelernt hätten. Schulleiter Thomas von Schade bestätigt das. "Die Kinder leben mit ihren Familien in der Turnhalle unserer Schule. Da an den umliegenden Grundschulen kein Platz mehr war, haben wir uns bereit erklärt, zwei Willkommensklassen aufzumachen", sagt er. Berlinweit lernen gegenwärtig 10.051 Mädchen und Jungen in 855 Willkommensklassen. Sie werden von 940 Lehrkräften unterrichtet.

Daniela Schadt verrät beim Kochen, dass sie und ihr Mann am liebsten Kartoffeln mögen, "in jeglicher Zubereitung. Gern auch Bratkartoffeln".

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