Ostern in der Hauptstadt Was am Karfreitag in Berlin erlaubt ist - und was nicht

Feierwütige Berliner müssen auch an Ostern nicht auf den Discobesuch verzichten

Foto: Andreas Lander / picture-alliance/ ZB

Feierwütige Berliner müssen auch an Ostern nicht auf den Discobesuch verzichten

Das lange Osterwochenende lockt viele Feierwütige nach Berlin. Doch am Karfreitag ist selbst in der Hauptstadt nicht alles erlaubt.

Für Christen ist Ostern noch vor Weihnachten das bedeutendste Fest überhaupt. Katholiken und Protestanten feiern die Auferstehung Jesu Christi und gedenken zuvor, am Karfreitag, der Kreuzigung des Heilands. Der Gesetzgeber trägt dem christlichen Fest mit einer besonderen Feiertagsregelung Rechnung. Der Karfreitag zählt in Berlin wie in den anderen Bundesländern zu den "stillen Tagen". Und an diesen gelten besondere Regelungen.

Die Feiertagsschutzverordnung (FSchVO) regelt, was in Berlin erlaubt ist und was nicht. Dabei geht es im Vergleich mit anderen Bundesländern eher liberal zu. Während etwa in Bayern zu Ostern an gleich drei Tagen (Gründonnerstag bis Karsamstag) ein Tanzverbot ausgesprochen wurde, müssen Berliner gemäß Paragraph vier der Feiertagsschutzverordnung am Karfreitag nur zwischen 4 und 21 Uhr auf öffentliche Tanzveranstaltungen verzichten. Auch musikalische Darbietungen jeder Art in "Räumen mit Schankbetrieb" sind in dieser Zeit offiziell untersagt.

Auf einem anderen Blatt steht allerdings, ob die Bezirksämter die Einhaltung des Verbots auch kontrollieren. Und dies geschieht eher selten. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg teilte der Seite Berlin.de mit: "Das Ordnungsamt wird erfahrungsgemäß nur selten mit Verstößen gegen das Verbot konfrontiert." Ein Verstoß müsse zunächst angezeigt und von der Polizei als Ordnungswidrigkeit bestätigt werden.

An das Tanz- und Konzertverbot zwischen 4 und 21 Uhr halten sich aber die wenigsten Clubs. Das Berghain etwa öffnet am Gründonnerstag um 23.59 Uhr und schließt nach mehreren Stunden Party erst am Karfreitagnachmittag.

Neben dem "Tanzverbot" dürfen am Karfreitag in Berlin laut Verordnung auch keine Sportveranstaltungen stattfinden, zumindest keine mit Unterhaltungsmusik. In Brandenburg gilt das Verbot sogar ohne Ausnahme. Untersagt sind am Karfreitag zudem Wohnungsumzüge, Floh- und Trödelmärkte, Zocken in Spielhallen sowie der Betrieb von Autowaschanlagen.

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