Landesfrühjahrssynode

Evangelische Synode ermöglicht die Homo-Ehe in Berlin

Die Kirche bereitet ihre Landesfrühjahrssynode vor, die Anfang April tagen soll. Thema wird dort unter anderem die Homo-Ehe sein.

Bischof Markus Dröge

Bischof Markus Dröge

Foto: dpa Picture-Alliance / Britta Pedersen / picture alliance / dpa

Markus Dröge, Landesbischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz, hat am Mittwoch gesagt, das Osterfest stehe angesichts der Terroranschläge von Brüssel im Zeichen des Leidens wie der Hoffnung. "Wir feiern Ostern in der Hoffnung, dass das Leben siegen wird, nicht der Hass", sagte das Oberhaupt der Landeskirche in Berlin. Angst sei ein schlechter, Hoffnung ein guter Berater. Dröge bekannte aber auch, er predige in diesen Tagen nachdenklicher, "weil ich merke, dass ich um die Hoffnung ringen muss".

Die Kirche bereitet derzeit ihre Landesfrühjahrssynode vor, die Anfang April tagen soll. Thema wird dort unter anderem die Homo-Ehe sein. Auf der Synode 2015 war beschlossen worden, bei der Tagung in diesem Jahr die Traugottesdienste für gleichgeschlechtliche Partnerschaften liturgisch wie kirchenrechtlich denen von Ehepaaren gleichzustellen.

Damit würden auch solche Partnerschaften in Kirchenbüchern beurkundet. In den vergangenen Monaten hatte es kirchenintern einen Diskurs hierüber gegeben. Er sei dankbar für diesen Konsultationsprozess, sagte Dröge. Es sei gut gewesen, die Meinungsbildung der Synode 2015 nicht gleich umzusetzen, "so dass jetzt alle mitgenommen werden können".

Stellung bezog der Bischof außerdem zum Umgang mit Personen, die ein Kirchenamt bekleiden und der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) angehören. "Die reine AfD-Mitgliedschaft ist kein Ausschlussgrund für Wahlen zum Kirchengemeinderat", sagte Dröge. Es müsse geprüft werden, ob der Einzelne sich öffentlich in menschenfeindlicher Weise äußere. Die Verpflichtung auf ein evangeliumsgerechtes Leben sei in der kirchlichen Grundordnung festgehalten. Hieraus leitet die Kirche juristisch die Möglichkeit ab, Bewerber oder Amtsträger von einer Wahl oder einem Amt auszuschließen.

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