Wohnungsmarktbericht

Mieten in Berlin steigen um fast sieben Prozent

Neuer Wohnungsmarktbericht 2015: Mietwohnungen und Eigenheime in der Hauptstadt haben sich erneut verteuert.

Die Mieten in Berlin steigen weiter. Bei den Eigentumswohnungen dagegen scheint der Preisauftrieb vorerst zu Ende zu sein. Das legt jedenfalls der Wohnungsmarktbericht der Investitionsbank Berlin (IBB) nahe, der am Freitag vorgelegt wurde.

Demnach sinken die Angebotspreise seit dem vergangenen Sommer sogar leicht. Gegen Jahresende verlangten Verkäufer für Wohnungen im Schnitt 3426 Euro je Quadratmeter, zehn Euro weniger als im Vorjahr. Dagegen geht der amtliche Gutachterausschuss weiter von steigenden Kaufpreisen aus.

Grafik: Berliner Morgenpost Veränderung der Angebotsmieten zwischen 2013 und 2015

>>> Veränderung der Angebotsmieten zwischen 2013 und 2015

Keine Trendwende sehen die IBB-Autoren bei Eigenheimen, die zum Jahresende im Mittel mit knapp 350.000 Euro inseriert waren, knapp acht Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Vermieter verlangten im vergangenen Jahr im Mittel 8,80 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter, 6,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die im Sommer eingeführte Mietpreisbremse brachte nur einen vorübergehenden Dämpfer.

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Von 2008 bis zum vergangenen Sommer haben sich die Angebotspreise für Eigentumswohnungen in Berlin in etwa verdoppelt, wie die IBB aus der Analyse Hunderttausender Annoncen schließt. "Seither zeigt sich eine gewisse Konsolidierung", heißt es in dem Bericht. "Ob dies den Beginn einer nachhaltigen Trendwende abbildet, bleibt abzuwarten." Die Nachfrage nach Wohnungen bleibe hoch.

Grundlage der Analyse ist, wie viel Verkäufer in ihren Inseraten verlangt haben. Wie viel tatsächlich bezahlt wurde, ermittelt der Gutachterausschuss für Grundstückswerte bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, dem die Kaufverträge vorliegen. Nach seinen Erkenntnissen beschleunigte sich der Preisanstieg. Eigentumswohnungen verteuerten sich demnach durchschnittlich um 15 Prozent.

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