Straßenverkehr in Berlin

Neue Boxen für Räder sollen die Sicherheit erhöhen

Am Bahnhof Lichtenberg werden am Mittwoch Fahrradboxen vorgestellt, in denen man nicht nur das Rad einschließen kann.

Die abschließbare Fahrradabstellbox am Bahnhof Lichtenberg

Die abschließbare Fahrradabstellbox am Bahnhof Lichtenberg

Foto: Rainer Jensen / dpa

Fahrradboxen bieten Schutz vor Diebstahl, Vandalismus, aber auch vor Witterungseinflüssen. Das Start-up velo easy eröffnet am heutigen Mittwoch, 14 Uhr, gemeinsam mit Bezirksstadtrat Wilfried Nünthel (CDU) das erste Fahrradrondell mit zehn Fahrradboxen am Bahnhof Lichtenberg. Für jedes Fahrrad wird eine separate Box zur Verfügung stehen.

Diese bietet zusätzlich Stauraum für Fahrradhelm, Einkaufstüten und Wechselkleidung. Reservierung, Bezahlung und Öffnen der Box erfolgt per App. Das Pilotprojekt in Lichtenberg soll nur der Anfang sein. Insgesamt 30 Stellplätze sollen am Bahnhof Karlshorst an der Treskowallee 112 sowie an zwei Standorten am Bahnhof Lichtenberg entstehen. Der Bezirk gewährt dem Unternehmen eine entgeltlose Sondernutzung für zwei Jahre im Rahmen der Pilotphase. "Gewissermaßen als Starthilfe", sagt Nünthel.

Insgesamt gibt es nach Auskunft der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt in Berlin 27.000 Bike & Ride-Stellplätze an Bahnhöfen und Haltestellen. Eine genaue Statistik dazu liegt jedoch nicht vor, denn Fahrradabstellanlagen würden von den Bezirken verantwortet, so die weitere Auskunft.

>> Fahrraddiebstahl in Berlin auf neuem Höchstwert

Grüne fordern Fahrradbügel auf der Akazien- und Goltzstraße

In Tempelhof-Schöneberg fordern die Grünen jetzt auch Abstellplätze für Räder an der stark frequentierten Akazien- und Goltzstraße im Winterfeldt-Kiez. "Was für Autofahrer selbstverständlich ist, sollte auch für Radler möglich sein: dass sie ihr Rad auf der Straße, am Rand der Fahrbahn, abstellen", sagt Ulrich Hauschild, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Bezirk. Er schätzt, dass zwei bis drei Parkplätze wegfallen müssten, um Platz für etwa sechs Bügel zum Anschließen der Räder auf der Straße zu haben. Dringend nötig sei das auf der Akazien- und Goltzstraße, weil der Radverkehr in der Gegend besonders intensiv sei, sagt Hauschild. Ende März werde der Antrag im Ausschuss beraten.

Nur Mitte hat Modellprojekt in Anspruch genommen

Diese Anlagen werden jedoch nicht mehr zu 100 Prozent bezuschusst. Das von der Senatsverwaltung 2004 initiierte Modellprojekt "Fahrradbügel auf der Fahrbahn" wurde 2013 beendet. Gedacht war es insbesondere für Fahrradparken in den Innenstadtbezirken, wo auf den Gehwegen kein Platz für Abstellanlagen war. Nur Mitte hat es nach Auskunft der Senatsverwaltung in Anspruch genommen. Insgesamt hat Mitte damit rund 280 Fahrradbügel verbaut, die Kosten betrugen rund 120.000 Euro.

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