Armutsbericht

Erstmals seit fünf Jahren gibt es weniger Armut in Berlin

917 Euro pro Monat gelten als Armutsschwelle - in Berlin fallen erstmals wieder weniger Menschen darunter, als im Jahr zuvor.

Armut in Berlin: Ein alte Frau sitzt am Bahnhof Zoo und bettelt, während Passanten vorbeigehen

Foto: dpa Picture-Alliance / Jens Kalaene / picture alliance / ZB

Armut in Berlin: Ein alte Frau sitzt am Bahnhof Zoo und bettelt, während Passanten vorbeigehen

In Berlin ist die Armut seit 2011 erstmals gesunken. Die sogenannte Armutsquote fiel von 21,4 Prozent im Jahr 2013 auf 20 Prozent in 2014, wie aus dem "Bericht zur Armutsentwicklung 2016" hervorgeht, den der Paritätische und weitere Verbände am Dienstag in der Hauptstadt vorstellten.

Diese Entwicklung sei hervorzuheben, weil sich Berlin wie auch Mecklenburg-Vorpommern und Bremen in den Jahren zuvor immer weiter vom bundesdeutschen Durchschnitt abgesetzt hätten, hieß es.

Bundesweit lag die Armutsquote 2014 bei 15,4 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte unter dem Niveau von 2013. Der Paritätische gibt den Armutsbericht regelmäßig heraus. Erstmals haben sich weitere Verbände beteiligt, darunter das Kinderhilfswerk, die Volkssolidarität und Pro Asyl.

Armutsschwelle liegt bei 917 Euro pro Monat

In der Europäischen Union gilt, dass Menschen armutsgefährdet sind, wenn sie weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben. Die Armutsschwelle ist jedoch von Land zu Land verschieden.

In Deutschland liegt sie für Alleinstehende bei 917 Euro im Monat, für einen alleinerziehenden Elternteil mit einem Kind unter sechs Jahren bei 1192 Euro und für ein Paar mit einem kleinen Kind bei 1.651 Euro. Die Schwelle variiert nach dem Alter der Kinder.

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