Investition

Berlin will in zehn Jahren 60.000 neue Wohnungen bauen

Mo, 22.02.2016, 20.54 Uhr

Die kommunalen Wohnungsbauunternehmen präsentieren am Montag das Handbuch "Wir bauen für Berlin". Darin: das Leistungsspektrum der sechs landeseigenen Gesellschaften. Das erste Exemplar erhielt Berlins Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Andreas Geisel.

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Berlin investiert pro Jahr eine Milliarde Euro in den Wohnungsneubau. Ein Drittel wird zu Sozialmieten ab 6,50 Euro angeboten.

Die sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften werden in den kommenden zehn Jahren rund 60.000 Wohnungen neu bauen. "Damit erhöht sich der Bestand unserer kommunalen Unternehmen auf 400.000 Wohnungen", sagte Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) am Montag bei der Vorstellung des Handbuchs "Wir bauen für Berlin".

Geisel bezifferte das Investitionsvolumen, das die Unternehmen bis 2026 stemmen müssen, auf rund eine Milliarde Euro jährlich. "Das ist eine riesige Herausforderung, aber in den vergangenen zehn Jahren haben sich die Unternehmen entschuldet und sind jetzt sehr leistungsfähig", sagte der Senator.

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In der Publikation, die sich an Architekten, Verbände und die Wohnungswirtschaft richtet, sind die Gebäudestandards definiert, nach denen die landeseigenen Wohnungsunternehmen Degewo, Gesobau, Gewobag, Howoge, WBM sowie Stadt und Land künftig preiswert Wohnungen errichten wollen. Dabei setzt Berlin besonders auf den seriellen Wohnungsbau aus Beton - früher schlicht "Plattenbau" genannt.

Neubaumieten liegen unter dem Durchschnitt

Die landeseigenen Unternehmen bezeichnete Geisel als "Vorreiter für effizienten und kostengünstigen Wohnungsneubau in Berlin". Nach Angaben des Handbuchs liegen die Baukosten inklusive Nebenkosten, aber ohne die Grundstückskosten aktuell bei 2094 Euro je Quadratmeter. Im Bundesdurchschnitt dagegen müssen 2325 Euro je Quadratmeter Wohnraum aufgewandt werden.

"Das Handbuch zeigt, warum die Städtischen ein Garant für die Versorgung der Berliner mit bezahlbarem Wohnraum und sozialverträglichen Mieten sind", sagte Stefanie Frensch, Geschäftsführerin der Howoge. So würden ein Drittel der neu errichteten Wohnungen zu Sozialmieten ab 6,50 Euro je Quadramteter nettokalt angeboten.

"Nicht zuletzt belegt das, wie effizient die Gesellschaften planen und bauen. Dass die Landeseigenen preisgünstigen Wohnraum zur Verfügung stellen können, zeige auch die Tatsache, dass die Mieter der im Jahr 2014 neu vermieteten rund 20.000 Wohnungen im Durchschnitt nur 6,11 Euro nettokalt pro Quadratmeter zahlen mussten. Damit liegen die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften fast ein Drittel unter den Berliner Marktmieten.

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