Gewalttat

Chef von Pogida muss ins Gefängnis

Der Chef des Potsdamer Pegida-Ablegers, Christian Müller, ist wegen einer Gewalttat zu einem Jahr Gefängnis ohne Bewährung verurteilt worden.

Pogida Organisator Christian Müller in Potsdam

Pogida Organisator Christian Müller in Potsdam

Foto: Ralf Hirschberger / dpa

Potsdam. Das Amtsgericht Potsdam bestätigte am Sonntag entsprechende Medienberichte. Das Gericht hatte es am Freitag als bewiesen angesehen, dass Müller bei einer Silvesterparty vor einem Jahr zwei junge Männer geschlagen hatte. Er wurde wegen Körperverletzung, Bedrohung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Er werde das Urteil voraussichtlich anfechten, sagte Müller am Sonnabend - sofern nicht schon die Staatsanwaltschaft Rechtsmittel einlege. Staatsanwälte bezwecken damit in der Regel eine höhere Strafe. Werden von keiner Seite Rechtsmittel eingelegt, müsste Müller im Laufe der nächsten Monate die Haft antreten. Vom Gefängnis aus könnte er dem Versammlungsrecht zufolge keine Kundgebungen mehr anmelden, weil der Veranstalter immer persönlich teilnehmen muss.

Müller räumt das Fahren ohne Fahrerlaubnis ein, streitet die Schläge aber ab - er habe er die jungen Leute nur geschubst. Er organisiert seit Anfang Januar im Wochentakt «Abendspaziergänge» der fremdenfeindlichen Pogida in Brandenburgs Landeshauptstadt.

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