Bericht

"Freedom Marathon" in Berlin wird nicht genehmigt

Der zweite Marathon in Berlin wird wohl nicht stattfinden - weil Anwohner den Streckenbereich für Stunden nicht verlassen könnten.

Der Berlin-Marathon im September mit 40.000 Läufern. Der Pfingst-Marathon "Freedom Run" wird laut einem Bericht nicht genehmigt

Foto: Rainer Jensen / dpa

Der Berlin-Marathon im September mit 40.000 Läufern. Der Pfingst-Marathon "Freedom Run" wird laut einem Bericht nicht genehmigt

Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt hat den für Pfingstsonntag, 15. Mai, geplanten Freedom Marathon in der Hauptstadt nicht genehmigt.

Wie aus einem Schreiben der Verkehrslenkung hervorgeht, gibt es erhebliche Bedenken, da Anwohner und Gewerbetreibende den Bereich des traditionellen 25-Kilometer-Laufs (BIG 25) für mehrere Stunden nicht verlassen könnten. "Die Verhältnismäßigkeit ist nicht gegeben", zitiert die "B.Z." den Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler (SPD).

Den Organisatoren des zweiten Berliner Marathons, der gemeinsam mit der UNO-Flüchtlingshilfe ins Leben gerufen wurde, sind die Bedenken der Verwaltung bekannt. "Wir müssen uns jetzt erst einmal die Begründung der Senatsverwaltung genauer anschauen. Sobald etwas Schriftliches vorliegt, werden wir das prüfen und entscheiden, ob wir Widerspruch einlegen", sagte Claus Frömming, Sprecher des Organisators Golazo Sports.

Keine Stars, sondern Spenden für Flüchtlinge

Die Strecke, die dem Veranstalter Golazo Sports GmbH aus Belgien vorschwebte, sollte vom Olympiastadion über Reichsstraße, Kaiserdamm, Bismarckstraße, Straße des 17. Juni durch das Brandenburger Tor und über die Straße Unter den Linden zum Gendarmenmarkt verlaufen. Von dort sollte es über die Leipziger Straße, Tiergartenstraße, Kurfürstendamm, Kantstraße und Neue Kantstraße zum Theodor-Heuss-Platz zurück zum Olympiastadion gehen.

Auf die Verpflichtung von bezahlten Topläufern wollten die Organisatoren ebenso verzichten wie auf Preisgelder. Ziel der Veranstaltung ist es, durch Teilnahmegebühren und weiteren Spendenmöglichkeiten einen Beitrag zur Lösung der Flüchtlingsproblematik leisten.

Der traditionelle Berlin-Marathon wird 2016 am 25. September mit Ziel am Brandenburger Tor stattfinden.

Mitte Dezember hatte der Veranstalter mitgeteilt, von der Verkehrslenkung liege ein positiver Bescheid vor. Davon wusste die zuständige Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zum damaligenZeitpunkt allerdings nichts.

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